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"Die Jugend von heute ist der Verein von morgen"/ Büscher wird Ehrenmitglied

Kyffhäuser nach allen Seiten offen

Rehren (kdt). Mit klaren Worten zeigte der Vorsitzende des Kyffhäuser Bundes Schaumburg, Joachim Stemme, auf der Jahreshauptversammlung im Hotel Mühlenhof, wohin der Weg in Zukunft gehen muss. "Wir müssen von den alten Bezeichnungen wie "Kriegerverein" oder "Soldatenverein" endlich wegkommen und nach vorne schauen. Wir sind ein Volksbund und nach allen Seiten offen", so der Vorsitzende, der dabei nicht unerwähnt ließ, dass man verdiente Kameraden habe und sie auch in Ehren halten werde.

Stefan Alves (l.) und Friedel Wichmann (r.)überreichen dem neuen

"Doch die Zukunft gehört nun mal der Jugend und darum muss sie uns am Herzen liegen. Die Jugend von heute ist der Verein von morgen". Doch das Umdenken und Brückenschlagen zwischen Alt und Jung fällt im Kreisverband noch einigen Kameradschaften schwer. Von den 10 Kyffhäuser-Vereinen im Kreisverband haben gerade drei (Rehren, Obernkirchen und Steinbergen/Deckbergen) eine Jugendabteilung. Großen Erfolg mit der Nachwuchsarbeit haben die Steinberger, die mit Beginn des Jahres eine Fusion mit der Deckberger Kameradschaft eingegangen sind. Kreisjugendwartin Sonngard Vocht konnte aus privaten Gründen an der Versammlung nicht teilnehmen, ließ aber einen Appell an die Delegierten der Kreisverbandversammlung verlesen, in dem sie mit deutlichen Worten eine Stärkung der Jugendarbeit einforderte. Großen Wert legt sie dabei auf den Schießsport, der auch für Kinder ab sechs Jahren interessant werden kann, wenn man eine Lichtpunktanlage, wie in Steinbergen, zum Einsatz bringt. Seit Jahren ruft die engagierte Jugendleiterin die Kameradschaften auf, mehr Zeit und Mühe in die Jugendarbeit zu investieren und bietet zur Unterstützung Zeltlager an, in denen Kinder und Jugendliche preiswerte Ferien verbringen können. Auch in diesem Jahr wird ein Landeszeltlager in Bösingfeld angeboten. Die wenigen Jugendlichen, die in den Kameradschaften dem sportlichen Schießen nachgehen, haben durchaus das Potential, bei Landes- und Bundesvergleichsschießen mitzuhalten. Erfolge beflügeln nicht nur die eigene Motivation, sie sind der Motor für Gleichgesinnte. Durch den Rücktritt des Kreisschießwartes Andreas Schöniger war der Posten bis zum Jahresanfang vakant. Nach einem Vorstandsbeschluss wird Landesschießwart Diedrich Dombrowa aus Obernkirchen den Part vor-erst für ein Jahr kommissarisch übernehmen. Als Stellvertreter stehen ihm Stefan Alves (Warber/Meinsen) und Friedel Wichmann (Auetal-Kathrinhagen) zur Seite. Die Versammlung bestätigte diese Maßnahme mit einem einstimmigen Votum. Neue Schriftführerin wurde Kerstin Weiß aus der Kameradschaft Warber/Meinsen, ihre neue Stellvertreterin heißt Anastasia Buddensieck aus der Kyffhäuser-Vereinigung Rehren/Westerwald/Rannenberg. Eine besondere Ehrung nahm Wilhelm Büscher aus der Luhdener Kameradschaft entgegen. "In Würdigung, die Traditionzu bewahren und das Brauchtum zu pflegen, hat sich der Vorstand entschlossen, die Ehrenmitgliedschaft auszusprechen", so der Vorsitzende Stemme, der daran erinnerte, dass Wilhelm Büscher maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich die Kreisverbände Schaumburg und Schaumburg-Lippe vereinigt haben. In Anerkennung ihrer Verdienste im Kyffhäuserwesen überreichte Stemme Regina Dombrowa aus Obernkirchen und Wilhelm Struckmeier aus Rehren die Kreisverdienstnadel in Gold. Die "Kanone" des Kreisverbandes bekam in diesem Jahr Diedrich Dombrowa überreicht. Den Abschluss der Versammlung bereiteten sich die 26 stimmberechtigten Delegiertenaus 10 Kameradschaften selbst, indem sie eine Strophe der Nationalhymne sangen.



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