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Vereint mahnt Pflege der Beete an

KVV empört: So kann es nicht weitergehen

Bad Münder (st). Sein Blick ist ernst, ein verzweifeltes Lächeln schleicht sich auf seine Lippen – Günter Bargmann, Vorsitzender des münderschen Kur- und Verkehrsvereins, ist fassungslos über den Zustand des Beetes, vor dem er gerade steht. An der Ecke Obertorstraße und Wermuthstraße wuchert auf dem durch eine Natursteinmauer begrenzten Fleckchen das Unkraut beinahe einen Meter hoch. Von der ursprünglichen Bepflanzung ist bis auf einen Baum nichts mehr zu sehen. „Verheerend“, lautet Bargmanns Urteil. Die Verwaltung schaffe es einfach nicht, für ein Mindestmaß an Pflege der Grünanlagen im Stadtgebiet zu sorgen. Angemahnt habe das der KVV bereits häufig – unter anderem bei Bürgermeisterin Silvia Nieber. Aber getan habe sich nichts, „gar nichts“ präzisiert Bargmann.

KVV-Chef Günter Bargmann betrachtet mit Sorgenfalten auf der Stirn ein Beet an der Ecke Obertorstraße und Wermuthstraße, das von

„Es fällt mir schwer, ein Negativ-Beispiel im Stadtgebiet zu finden“, sagt Bargmann, und er fügt hinzu: „Man kann hingehen, wo man will, es ist überall gleich schlimm.“ Das Beet direkt vor ihm allerdings liegt an einer der Haupteinfahrtstraßen in die Stadt, sei deshalb von besonderer Bedeutung für das Image der Kurstadt. „Ein Glanzstück sollte es laut Uwe Hünefeld von der Stadtverwaltung werden“, sagt Bargmann: „Und was ist es geworden?“ Die Augen des KVV-Chefs verengen sich zu Schlitzen, er wisse nicht mehr weiter. „Wir sind doch mit gutem Beispiel in der Innenstadt vorangegangen. Aber was haben wir davon, wenn der gute Eindruck durch die anderen Beete, deren Pflege Aufgabe der ¦tadt ist, gleich wieder zunichte gemacht wird?“, fragt Bargmann.

Klar wisse er, dass das Geld zurzeit nicht locker sitze, aber: „Auch mit Zukunftsvertrag können wir unsere Stadt nicht völlig verwahrlosen lassen. Wir appellieren an Politik und Verwaltung, hier schnellstens zu handeln“, wird der KVV-Vorsitzende deutlich.

Fachbereichsleiter Hünefeld kontert: „Die Stadt ist bereits tätig geworden – und das weiß auch der KVV.“ Der zuständige Verwaltungsmitarbeiter fügt hinzu: „Der erste Pflegedurchgang ist ausgeschrieben worden und bereits durchgeführt. Die Durchgänge zwei und drei sollen jetzt folgen, die Ausschreibungen liegen beim Rechnungsprüfungsamt.“ Hünefeld gibt zu, dass der aktuelle Zustand nicht erfreulich sei, auch für die Verwaltung nicht. „In diesem Jahr ist es etwas unglücklich gelaufen, das Wetter kam hinzu, das das Wachstum der Pflanzen enorm beschleunigt hat.“ Im kommenden Jahr, so hofft Hünefeld, werde es wieder geordneter laufen. Allerdings: „Die Einwohner und Gäste müssen sich darauf einstellen, dass aufgrund aktueller Sparmaßnahmen nicht der Standard vergangener Jahre gehalten werden kann.“ Die Verwaltung sei jedoch bemüht, gemeinsam mit dem KVV eine akzeptable Lösung zu finden, sagt Hünefeld.



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