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Architekten empfehlen offenbar Konzentration in der Nachbarschaft der Deutschen Klinik

Kurbetrieb: Studie favorisiert Deisterpark-Areal

Bad Münder (mf). Bürgermeisterin Silvia Nieber will den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses morgen Abend das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zur Zukunft des Kurbetriebs vorstellen. Nach Informationen dieser Zeitung wird darin die Verlagerung der Einrichtungen auf die sogenannten Deisterpark-Flächen empfohlen.


Für Solebewegungsbad und Physikalisches Therapiecenter (PTC) würde demnach ein Neubau oberhalb des Kurparks in unmittelbarer Nachbarschaft der Deutschen Klinik entstehen. Die von einer Architekten-Arbeitsgemeinschaft in Berlin und Hamburg erstellte Analyse betont die Vorzüge dieses Areals. Durch die nahe Bundesstraße 442 wäre eine gute Verkehrsanbindung gewährleistet. Auf der grünen Wiese könnte zudem fast frei von Beschränkungen geplant werden. Auch der Baugrund ist dort weniger problematisch als am jetzigen Standort an der hannoverschen Straße. Ein Verbleib dort war von den Architekten auftragsgemäß alternativ untersucht worden.

Bürgermeisterin Silvia Nieber hat die 60 000 Euro teure Studie bislang unter Verschluss gehalten. Nur wenige Eingeweihte kennen den Inhalt – darunter die Awo Gesundheitsdienste gGmbH als PTC-Betreiberin und die Firma Gundlach, die auf dem Grundstück des leer stehenden Kurhotels ein Ärztehaus einrichten will. Das Gutachten rät dem Vernehmen nach zu einer Konzentration von Kuranlagen und medizinischen Einrichtungen.

Ein Umzug des Ärztehauses auf die Deisterpark-Fläche kommt für Projektentwickler Dirk Reinecke indes derzeit nicht in Frage. Das Kurhotel-Grundstück sei deutlich innenstadtnäher und damit besser geeignet, ließ der Gundlach-Partner auf Anfrage wissen. Außerdem sei völlig ungewiss, innerhalb welcher Zeitspanne sich die Pläne dort umsetzen lassen, zumal zunächst ein Investor gefunden werden müsse. Das fertig geplante Ärztehaus-Projekt solle dagegen so schnell wie möglich realisiert werden, so Reinecke. Sein Fazit: „Nur wenn unsere künftigen Mieter einstimmig einen neuen Standort an der Deutschen Klinik fordern, werden wir einen Ortswechsel ins Kalkül ziehen.“

GeTour-Geschäftsführer Thomas Heiming, der gleichzeitig für die Leitung des PTC verantwortlich ist, will sich derzeit noch nicht konkret zu den Ergebnissen der Studie äußern. Umfang und Ausstattung eines Neubaus müssten sich am finanziell Machbaren orientieren. „Es ist nicht die richtige Zeit für Wolkenkuckucksheime.“

Fraglich ist, was bei einem Umzug des Kurbetriebes aus dem jetzigen Areal wird, das aufgrund seiner Lage zwischen Kurpark und Altstadt durchaus als städtebauliches Filetstück bezeichnet werden kann. In früheren Aussagen hatte Nieber hochwertige Büroflächen („in Bad Münder Mangelware“) oder Anlagen für betreutes Wohnen ins Gespräch gebracht. Doch zunächst muss der Rat entscheiden, ob er für die Umsetzung der Machbarkeitsstudie überhaupt grünes Licht geben will.



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