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Burgund-Panoramavision: Volles Haus

Kunst und Kultur treffen Lebensfreude

Obernkirchen (sig). Man kann sich kaum erinnern, dass eine Veranstaltung des "Treff im Stift" jemals einen größeren Zuspruch gefunden hat als am Mittwochabend in einer Werkhalle der Firma Mlodzian. Meisterhafte Landschaftsaufnahmen, dargeboten in der Arbeitswelt eines Holz verarbeitenden Betriebes. War es diese ungewöhnliche Kombination, die so viele anzog? Vielleicht aber auch die 24 Quadratmeter große Leinwand oder einfach die reizvolle mediterrane Landschaft Burgund?

Martin Schulte-Kellinghaus

Im Grunde dürfte es wohl von allem etwas gewesen sein. Ohnehin hat sich die Qualität der Vorträge herumgesprochen, die vom "Treff im Stift" angeboten werden. Dieses Mal wurde unter dem Motto "Burgund - Kanäle, Kunst und Lebensfreude" eine Großbild-Panoramavision der Sonderklasse angeboten. Die Aufnahmen stammen von den beiden Fotografen Dr. Martin Schulte-Kellinghaus und Erich Spiegelhalter. Der Erstgenannte war Sprecher und Vorführer zugleich. Und beides machte er auf beeindruckende Art und Weise. Vom erlernten Beruf eines Chemikers hat sich Dr. Schulte-Kellinghaus schon lange verabschiedet. Seit 15 Jahren reist er durch die Welt, fängt die Schönheiten aller Erdenwinkel ein und stellt solche Vorträge zusammen. Parallel dazu dokumentiert er das Gesehene und Erlebte in prachtvollen Bildbänden. In der von vielen Flüssen und Kanälen durchzogenen Region Burgund hat es ihm offensichtlich das Bootsfahren angetan. Nicht mit einem kleinen Kanu, sondern mit wohnlich eingerichteten Motorbooten, die allerlei Komfort bieten. Das "fahrende Zuhause" bewegt sich mit acht Stundenkilometern voran. Zwei Stunden Einweisungsollen genügen, um die Handhabung zu erlernen. Danach kann man die so abwechslungsreichen Landschaften an den Ufern der zahlreichen Wasserstraßen erkunden, die größtenteils nur noch auf diese Weise befahren werden. Also nicht mit Lastkähnen. Und was die Bootsbewohner zu sehen bekommen, das ist eine schier überwältigende Vielfalt: romantische Landstriche, blühende Felder, verträumte Waldzonen, romantische Burgen und Schlösser, imponierende Kirchenbauten und Klöster. Und mittendrin die zahlreichen Uferzonen, die zum Anhalten, Betrachten und Staunen einladen. Die beiden Fotografen haben ihre Kameras selbst zu einem Zeitpunkt in die Hand genommen, wenn Dunst und Nebelschwaden im Morgengrauen alles hinter einem pastellfarbenen Vorhang verschwinden ließen. Auf diese Weise entstanden zauberhafte Motive, die auf der großen Leinwand besonders gut zur Geltung kommen. Und weil die Region zwischen der Loire und der Saone auch als ein Land für Feinschmecker deklariert wird, wirbt diese Diashow (natürlich mit Überblendtechnik) auch für die vielfältigen Gaumenfreuden Burgunds. "Leben wie Gott in Frankreich", wird dort zur Realität. Im Frühjahr 2009 werden zahlreiche Freunde von "Treff im Stift" die Chance wahrnehmen, sich auf die Spuren der beiden Meisterfotografen zu begeben. Werner Hobein kündigte nämlich für diesen Zeit eine Fahrt dorthin an. Nicht umsonst konzentriert sich die aktuelle Vortragsserie des "Treff im Stift" weiterhin auf unser westliches Nachbarland.

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