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Lehrgang: Holzschnitzen mit der Motorsäge

"Kunst mit der Kette" - bis die Späne fliegen...

Wendthagen (mw). "Kunst mit der Kette - Motorsägen-arbeit einmal anders": So lautete ein Lehrgang, den das Kreisforstamt Spießingshol auf dem Jugendzeltplatz beim Forsthaus Halt ausgerichtet hat. Unter Anleitung zweier Profis haben die Seminarteilnehmer Stammholzstücke mit schwerem Gerät in kunstvolle Skulpturen verwandelt.

Ohrenbetäubender Lärm kreischender Motorsägen und massenweise fliegende Holzspäne sind das zwangsläufige "Beiprogramm" eines ungewöhnlichen Workshops gewesen. Ausgestattet mit Schnittschutzbekleidung, Schutzbrille und Gehörschutz, ließen sich die neun Kursteilnehmer durch derlei Widrigkeiten jedochnicht von ihrem Tun abhalten. Galt es doch, aus dicken Baumstämmen verschiedene Skulpturen mit der Motorsäge herauszuarbeiten. "Learning by doing" sei das Motto, erläuterte Forstwirtschaftsmeister Karl-Heinz Knigge. Gemeinsam mit dem ebenfalls beim Kreisforstamt beschäftigten Forstwirt Kai Gerulat wies er die in zwei Gruppen aufgeteilten "Motorsägenkünstler" in die Technik des Holzschnitzens mit der Kettensäge ein. Dabei führten die beiden Experten die jeweiligen Arbeitsschritte stets an ihren Stammstücken vor, die Lehrgangsteilnehmer machten das Gesehene dann nach. Dadurch sei gewährleistet, dass ein jeder zumindest zwei hölzerne Figuren - ein unter einem Baum sitzendes Eichhörnchen sowie eine Eule - mit nach Hause nehmen könne, erklärte Knigge. "Die Anleitung ist astrein", lobte Jörg Füllgrabe aus Hannover. Einen Haken hatte das Ganze aber offensichtlich: "Man hat uns angekündigt, dass morgen die Arme weh tun - und das wird auch so sein", schmunzelte der 45-Jährige mit Blick auf das Gewicht der Kettensägen. Als "absolut klasse" bezeichnete Michael Schrader (45) das Seminar. Er habe zwar schon mal Holzstämme gerade durchgeschnitten, sonst aber noch keine Erfahrungen mit einer Motorsäge gesammelt. "Ich habe das schon öfter auf eigene Faust gemacht", berichtete dagegen Dieter Gurski (58) aus Wendthagen.




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