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Kult-Klamotte wird zum Museumsstück

BAD MÜNDER. Der Bundeswehrparka – schon museumsreif? Jenes uniforme Kleidungsstück, das zur Kult-Klamotte avancierte? Jawohl, sagen die Organisatorinnen einer neuen Ausstellung des Museumsteams im Wettbergschen Adelshof – schließlich geht es ihnen um „junge Mode“ der 1960er und 70er.

Modisches aus den 1960er- und 70er-Jahren: Beatrix Taube (l.) und Brunhilde Günter präsentieren im Museum „junge Mode“. Foto: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Der Gedanke zur Ausstellung von Modischem aus den 1960er- und 70er-Jahren keimte anfänglich im Museum für Stadt- und Regionalgeschichte in Bad Münder auf. Durch gute Kontakte zum Stadtmuseum Einbeck entwickelte sich daraufhin die Idee zu einem gemeinsamen Ausstellungsprojekt. Die Ausstellung soll 2019 in Bad Münder und 2020 in Einbeck präsentiert werden. Beide Museen erhoffen sich besondere Synergieeffekte bei der Konzeption und Durchführung.

„Im Museum in Bad Münder wird seit 35 Jahren konsequent am Aufbau einer Textilsammlung gearbeitet“, erinnert Museumsleiter Michael Meier. Schwerpunkt der Sammlung ist der Einzugsbereich aus Stadt und Umland. Durch intensive Bemühungen sei es in den letzten Jahren möglich gewesen, mehr als 100 Textilien und Accessoires aus den 1960er- und 70er-Jahren zusammenzutragen. Diese Exponate erlauben inzwischen aufschlussreiche Einblicke in die Alltags- und Festtagskleidung, Sport- und Bademode und sogar Kinderbekleidung aus jener Zeit.

Um die Ausstellung möglichst lebendig zu gestalten, sollen viele Textilien in zeitgenössischen Inszenierungen präsentiert werden. Hierzu werden zum Beispiel eine Kellerbar; eine Hausschneiderei, eine Tee-Ecke sowie die Einrichtung eines „Küchenarbeitsplatzes“ zur Produktion von Batikhemden gezeigt. Auch die Themen Versandkaufhaus und Urlaub werden konzeptionell eingebunden.

Das Museum sucht hierzu aber dringend noch einige Objekte. Es fehlt zum Beispiel eine Campingausrüstung aus dem Anfang der 60er-Jahre, eine einfache Kellerbar und Alkoholflaschen aus den 60er/70er Jahren, eine Nähmaschine aus den 60ern sowie Urlaubsfotos und Filme aus dieser Zeit. „Auch alte Versandhauskataloge, Jeanshosen und Jacken sowie selbst gefertigte Batikhemden suchen wir noch, um die Ausstellung perfekt zu gestalten“, so Meier. Wer das Museum mit solchen Dingen unterstützen möchte, kann sich an Bruni Günter ( 05041/3737) oder Gertrud Bünnig ( 05042/3544) aus dem Museumsteam wenden.



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