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Wirtschaftsförderer 100 Tage im Amt

"Kümmerer" will pragmatische Lösungen finden

Stadthagen (ssr). 100 Tage ist Lars Masurek (33), der erste Wirtschaftsförderer der Stadt Stadthagen, im Amt. Im Pressegespräch erzählt der Experte, wie er die Kreisstadt in der Anfangsphase seiner Tätigkeit erlebt und welche Aktivität er bereits entfalten konnte.

Lars Masurek

"Man trifft immer wieder auf dieselben Gesichter - da wird das Netz an Kontakten schnell dichter", beschreibt Masurek seine Erfahrungen aus etlichen Versammlungen und Treffen in den ersten drei Monaten. Diese Begegnungen und bereits begonnene regelmäßige Firmenbesuche verschafften ihm "Einblick darin, wie die Wirtschaftsakteure hier ticken, welche Probleme sie haben und welche ungenutzten Potenziale sie sehen." Immer wieder schlage ihm Zufriedenheit darüber entgegen, "dass es im Rathaus nun einen direkten Ansprechpartner für die Wirtschaft gibt". Dass dies vermehrt genutzt wird, merkt Masurek "an der stark ansteigenden Zahl von Anrufen und E-Mails." Die Anliegen reichten "von Kleinigkeiten bis zu Betriebserweiterungen". Auch eine erste Planungskonfe renz", ein neues Instrument zur beschleunigten Abwicklung eines Bauantrags, habe er schon anleiern können. Natürlich spüre er, gibt Masurek zu, dass "die Nachwirkungen des tiefgreifenden Strukturwandels mit dem Wegfall vieler Arbeitsplätze noch stimmungsmäßig auf der Stadt lasten". Diese Stimmung "zu drehen", erachte er als die größte Herausforderung. In seiner Rolle wolle er "die Wirtschaftsfreundlichkeit der Stadt darstellen und praktizieren". Wie dieser wirtschaftsfreundliche Kurs zu verstärken sei, darüber habe er "ein und dieselbe Einstellung" wie Bürgermeister Bernd Hellmann. Innerhalb und außerhalb des Rathauses werde zunehmend verstanden, dass er sich "als verlängerter Arm der Wirtschaft in der Verwaltung" versteht. Dass es "aus dem vergangenen Jahr heraus resultierende Spannungen" zwischen Stadt und Stadtmarketingverein SMS gegeben hat, konnte Neuling Masurek spüren: "Wir sind dabei, das zu bearbeiten, mittlerweile herrscht Offenheit auf beiden Seiten." Kritik aus den Reihen des SMS an der Stadt sei aus seiner Sicht ohnehin "okay, wichtig ist gegenseitiges Vertrauen - und das entsteht beim Zusammenwirken bei konkreten Projekten". Nachdenklich fügt der beruflich bislang in Coesfeld tätig gewesene und in Hannover wohnende Masurek hinzu: "Ich empfinde es als Vorteil, von außen gekommen zu sein - da bringt man keine Vorbehalte in irgendeine Richtung mit." Nebenbei: Masurek plant mittelfristig den Umzug mit seiner bei der Wirtschaftsförderung der Region Hannover beschäftigten Ehefrau nach Stadthagen. Kritik von Geschäftsleuten an der Stadt vernehme er immer wieder mit Blick auf Details, berichtet Masurek. Vieles davon sei für ihn durchaus nachvollziehbar. Hier fühle er sich als Kümmerer, der zu pragmatischen Lösungen verhelfen wolle. Aber er hat auch einen Wunsch: "Dass jeder Akteur das Projekt Innenstadtals Paket sieht, wo er bei Details im Interesse des Ganzen auch zu Kompromissen bereit sein muss "



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