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KSG soll Feuerwehrhaus Bad Münder bauen

BAD MÜNDER. Die Kreissiedlungsgesellschaft will Bad Münder beim Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses unterstützen – entsprechende Vereinbarungen sind zwischen der Stadt und der Spitze der KSG getroffen worden. Niederschlag findet das bereits in den Entwürfen zum Haushalt, die die Politik derzeit berät.

Die Planung für ein neues Feuerwehrhaus hat begonnen – der Standort steht noch nicht fest.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

100 000 Euro hatte Kämmerer Marcus Westphal in der Finanzplanung für 2016 und 2017 noch für Beratungsleistungen eingestellt – die große Unbekannte damals war, ob die Stadt das Projekt Neubau eines Feuerwehrgerätehauses eventuell europaweit ausschreiben und dazu umfangreiche Beratung in Anspruch nehmen müsse.

Auch über eventuell in Frage kommende Finanzierungsmodelle wie das einer Public-private-Partnership (PPP) herrschte damals noch Unklarheit, eventuell hätte die Stadt auch bei diesem Thema externe Beratung durch Spezialisten benötigt. Mit dem Vertrag, den Stadt und KSG unterzeichnet haben, spart die Stadt den gesamten ursprünglich für Beratungsleistungen eingeplanten Block – „ohne dass das Projekt dadurch in irgendeiner Form geschmälert wird“, erläuterte Westphal vor kurzem den Finanzpolitikern.

In der Zusammenarbeit mit der Kreissiedlungsgesellschaft kann die Stadt inzwischen auf einige erfolgreiche Projekte verweisen – der Kindergarten-Neubau in Bakede gehört ebenso dazu wie der umfassende Umbau der ehemaligen Hinrich-Wilhelm-Kopf-Schule zur Grundschule Bad Münder. Aktuell baut die KSG für die Stadt die neue Schulsporthalle am Laurentiusweg.

In der kommenden Woche wird sich die Politik in Bad Münder intensiver mit dem Feuerwehrhaus-Neubau befassen, dabei geht es insbesondere um die Frage des Standortes. Einfluss auf diese Frage hat unter anderem der Feuerwehrbedarfsplan, für den der Rat gerade erst die Schutzziele festgelegt hat.

Belastbare Zahlen für
Herbst 2017 erwartet

Der Bedarfsplan ist zentrale Basis für viele weitere Entscheidungen, die die Entwicklung der Feuerwehr in Bad Münder in den kommenden Jahren betreffen. Und viele davon sind mit erheblichen Summen verbunden. Für den Neubau eines Feuerwehrhauses hat Westphal in die Finanzplanung für das Jahr 2018 rund 3,8 Millionen Euro eingestellt, dabei aber deutlich gemacht, dass diese Zahl lediglich eine Schätzung aufgrund der Erfahrungen vergleichbarer Projekte sei. „Es können später auch 2,5 Millionen oder aber 5 Millionen Euro dabei herauskommen“, sagt er. Konkretere Zahlen erwartet er am Ende der dritten Planungsphase, seiner Erfahrung nach hätten sich die Zahlen in dieser Phase der Projekte als durchaus belastbar erwiesen. Eine Beschlussfassung im Herbst dieses Jahres wird nach wie vor angestrebt – nach der Haushaltsgenehmigung 2018 könnte dann mit dem Bau begonnen werden.

Bevor allerdings gebaut werden kann, muss sich Bad Münder noch grünes Licht von der Kommunalaufsicht und vom Innenministerium in Hannover holen: Vor dem Hintergrund des Zukunftsvertrages benötigen Projekte mit einem Finanzierungsbedarf in Millionenhöhe der Zustimmung. Vorhaben wie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung und der Neubau der Schulturnhalle haben sie in den vergangenen Jahren erhalten.

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