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Wie sieht es mit der Zukunft des Sports im Schaumburger Land aus?

KSB plant Sportstätten-Umfrage: Angebot und Nachfrage differieren

Landkreis (sig). Ganz konsequent verfolgt der Kreissportbund in Absprache mit dem Landkreis und dem Landessportbund das Ziel, sich im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Klarheit über die künftige Entwicklung des Sports im Schaumburger Land zu verschaffen. Auf die Bildung einer Arbeitsgruppe folgte jetzt der nächste Schritt - die Beratung der Fragebögen. Eigens dafür kamen Experten der Bergischen Universität aus Wuppertal in die Stadthäger KSB-Geschäftsst elle.

Eine der wichtigen Entscheidungen fiel gleich zu Beginn des Treffens: Es wurden die Bereiche festgelegt, in denen gezielt eine bestimmte Anzahl von Einwohnern befragt werden soll. Neben Rinteln, Stadthagen und Bückeburg sind das (jeweils als Einheit zusammengefasst): Bad Nenndorf/Rodenberg, Obernkirchen/Auetal, Sachsenhagen/Lindhorst und Niedernwöhren/Nienstädt. Ermittelt werden sollen nicht nur die in Vereinen ausgeübten sportlichen Aktivitäten, sondern zusätzlich die verschiedenen Formen sportlicher Betätigung in der Schule, bei kommerziellen Anbietern und auch als Eigeninitiative im privaten Bereich. Das vierseitige Formular enthält ebenso Fragen zur Beschaffenheit der Anlagen, auf denen Sport betrieben wird, und nach deren Standort. Wichtige Erkenntnisse für künftige Planungen soll zudem die Frage nach fehlenden Einrichtungen oder Angeboten bringen. Professor Dr. Horst Hübner von der in diese Aktion eingebundenen Forschungsstelle der Wuppertaler Universität sprach nach der Vorstellungsrunde von einer "deutlich veränderten Sportnachfrage bei den Bürgern". Die Sportarten Tennis und Leichtathleten gingen zurück. Diese Entwicklung führe auch dazu, dass zwischen den vorhandenen Sportstätten und der Nachfrage eine Lücke klaffe. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Krusche, regte an, Kinder nicht erst ab dem Alter von zehn Jahren zu befragen und auch die Bewegungsangebote von Kindergärten, Schulen, Senioren- und Pflegeheimen zu ermitteln. Auf den vorgesehenen vier Seiten lässt sich allerdings nicht alles realisieren. Zumindest Wünsche und Vorstellungen von Schulkindern werden jedoch als aufschlussreich angesehen und sollen erfasst werden. Der KSB-Vorsitzende Dieter Fischer kündigte an, dass der Kreissportbund die zuständigen Ordnungsamtsleiter umgehend zu einer Sitzung einlädt, in der die organisatorischen Abläufe vereinbart werden. Die Fragebogen sollen mit einem Anschreiben der jeweiligen Stadt oder Samtgemeinde versandt werden. Der Kreissportbund leitet die Antworten zur Auswertung an die Bergische Universität weiter. Die Auswahl der zu befragenden Personen soll so getroffen werden, dass die Ergebnisse eine hohe Aussagekraft selbst für kleinere Bereiche der Region haben. Man hofft auf einen guten Rücklauf und will ihn bei Bedarf auch mit einem Erinnerungsschreiben verstärken. Schon jetzt steht fest, dass der Landkreis auf diese Weise ein aktuelles Sportstättenkataster erhalten wird. Das soll bis zum kommenden Sommer vorliegen.




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