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Landschaftsschützer legen Fokus auf Renaturierung / Sabine Gallus-Vogt neue Chefin

Kritischer Blick aufs Klinikum

Röhrkasten/Vehlen. Der Verein „Landschaftsschutz Schaumburg“ hat seine Führungsriege umbesetzt. Spitzenfrau jetzt: Sabine Gallus-Vogt. Ihr Vorgänger Gerhard Kirchner, nach einem schweren Fahrradunfall inzwischen auf dem Weg der Besserung, bleibt auf seinen eigenen ausdrücklichen Wunsch als Stellvertreter im Vorstand. Wenig geändert hat sich derweil an den Zielen der Standortgegner: Sie wollen den Bau des Klinikums in der Vehlener Feldmark kritisch begleiten – und vor allem ein (Argus-)Auge auf die Renaturierung der Flächen werfen.

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Das ist bei der jüngsten und von einem guten Dutzend Mitgliedern besuchten Versammlung der Landschaftsschützer im „Krug zum grünen Kranze“ deutlich geworden. „Wir überlegen derzeit, ob wir einen Antrag auf Dokumentation der Wertschöpfung und der Wirtschaftsförderung zu stellen, die das Klinikum nach seiner Fertigstellung der Region gebracht haben wird“, berichtet Barbara Lohmann für den Vorstand. Der möchte so die Diskrepanz von Versprechen und Wirklichkeit deutlich machen.

Außerdem will der Verein auf die Ausgleichsmaßnahmen für Klinikum und neue Kreisstraße respektive auf die Wiederbegrünung der Feldmark achten. Für die Landschaftsschützer ist klar: „Ohne unser Mittun hätte es diese Ausgleichsmaßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt und in diesem Umfang gar nicht gegeben“, ist Gallus-Vogt überzeugt. In diesem Zusammenhang planen die Standortgegner laut Georg Kütemeier eine „offene Begehung“ der Flächen, zu der auch Landschaftsarchitekt Georg von Luckwald eingeladen werden soll; der soll eine Zusage bereits signalisiert haben.

Stiller ist es um die „Kriegskasse“ des Vereins geworden, seitdem die Landschaftsschützer ihre Klagen Ende des Jahres 2013 zurückgezogen haben. „Die ,wilden Zeiten‘ sind vorbei, als wir noch jede Menge Spendenbescheinigungen ausstellen und Anwaltsrechnungen begleichen mussten“, frotzelt Dieter Steinmann. Sage und schreibe 140 dieser Bescheinigungen sollen’s summa summarum gewesen sein – „und die Zahl wäre noch weit größer gewesen, wenn jeder Spender eine hätte haben wollen.“

Auch das dokumentiere den breiten Rückhalt in der Bevölkerung, den die Landschaftsschützer bei ihrem am Ende gescheiterten Versuch gehabt hätten, das Klinikum am Standort Vehlen juristisch zu Fall zu bringen. Immerhin: „Entgegen den Behauptungen von anderer Seite, haben wir die Klagen allein aus finanziellen Gründen zurückziehen müssen“, unterstreicht Lohmann noch einmal. Dass die Landschaftsschützer vor Gericht schlichtweg keine Chance gehabt hätten, sei definitiv falsch. Im Gegenteil: „Nach der übereinstimmenden Aussage unserer Anwälte hätten wir eine nicht geringe Chance gehabt, die erste Instanz zu gewinnen.“

Bleibt nachzutragen: Komplettiert wird der Vorstand des „Landschaftsschutz Schaumburg“ von Joachim Voigt (Kassenwart), Ralf Kemmesies, und Maren Stein (Kassenprüfer) und Dr. Christina Louise Steinmann (Öffentlichkeitsarbeit). Wie bereits bei der Kür der Vorsitzenden und ihres Stellvertreters fielen auch diese Entscheidungen einstimmig.



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