×
Landrat Rüdiger Butte schlägt Kompromiss vor: Verwaltung will Mitglieder des Kreisausschusses informieren

Kreistag schmettert UBL-Antrag zu EWR-Zahlen ab

Hameln-Pyrmont (HW). Abgeschmettert hat der Kreistag Hameln-Pyrmont mit den Stimmen von CDU, FDP, Grünen und SPD den Antrag der Unabhängigen-Bürgerliste (UBL), das Rechnungsprüfungsamt die tatsächlichen Kosten für die Erlebniswelt Renaissance (EWR) ermitteln zu lassen. Landrat Rüdiger Butte (SPD) schlug stattdessen vor, dass die Kreisverwaltung den nicht öffentlich tagenden Kreisausschussüber die bisher gezahlten Summen informiert.

"Wir möchten, dass eine ehrliche und offene Zwischenbilanz zum 30. Juni 2008 durch das Rechnungsprüfungsamt gezogen wird, da die Zahlen und gesellschaftsrechtlichen Folgen ohnehin auf mittlere Sicht nicht zu verstecken sind", hatte Fritz Rieger für die Unabhängigen den Antrag noch einmal begründet. Kurt-Heinz Zühlke bezeichnete die Forderung der UBL jedoch als "reinen Populismus" und erklärte: "Es gibt überhaupt keinen Aufklärungsbedarf. Hier hat auch niemand ein Interesse daran, etwas zu vertuschen. Aber wenn Ihnen die gerundeten Zahlen nicht reichen, soll Ihnen das Rechnungsprüfungsamt die exakten Zahlen vorlegen", sagte der Christdemokrat mit leichter Ironie. Allerdings räumte der Vorsitzenden des Finanz- und Wirtschaftsausschusses in Sachen EWR auch "unglückliche Entscheidungen von Beginn an" ein. "Wir waren zu prognosegläubig", bekannte Zühlke mit Blick auf die damals vorgelegten Gutachten, die immense Besucherzahlen für das Hochzeitshaus versprachen. In Richtung Rieger erklärte Zühlke: "Ihr Antrag kommt ohnehin aus Bad Pyrmont", was SPD-Fraktionschef Ulrich Watermann zu dem Zwischenruf veranlasste: "Das ist doch euer Parteimitglied". Ohne dass der Name fiel, war damit unstrittig der ehemalige Bundestagsabgeordnete Wilfried Seibel gemeint, der inzwischen in der Kurstadt lebt und sich den Unabhängigen angeschlossen hat, jedoch nach wie vor auch als CDU-Mitglied geführt wird. MdL Otto Deppmeyer, Fraktionschef der Christdemokraten im Kreistag, warnte bezüglich der EWR vor einer Legendenbildung und erklärte einmal mehr: "Es wird keine Weiterführung geben, wie es einmal war." Vielmehr müsse "sorgfältig abgewogen werden", wie es künftig weitergehen solle.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt