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Sonderfall Rinteln: Arbeitsmarkt verharrt stabil auf hohem Niveau

Kreisquote wieder mit Sieben vorn

Landkreis (jl). Die Finanzkrise hat den heimischen Arbeitsmarkt noch in Ruhe gelassen. Im Gegenteil: Für den Oktober gibt es bei der Arbeitslosenquote landkreisweit nach langer Pause wieder eine Sieben vor dem Komma. Eine Sonderentwicklung gibt es für den Raum Rinteln -aber laut Agentur für Arbeit absolut keine, die Sorgen bereiten könnte.

Die Entwicklung laut dem gestern veröffentlichten Oktober-Bericht der Agentur für Arbeit in Hameln: Im Landkreis Schaumburg ist die Zahl der Arbeitslosen in diesem Monat absolut von 6354 auf 6237 gesunken. Damit hat die Quote erstmals seit den frühen neunziger Jahren mit nunmehr 7,8 Prozent unter die Acht-Prozent-Marke geschafft. Zum Vergleich: Im Oktober vergangenen Jahres lag die Quote landkreisweit noch bei 8,8 Prozent. Im Bereich der Stadthäger Arbeitsagentur meldet Hameln ein Absinken der Arbeitslosenzahl von 4612 auf 4486, was als Quote ausgedrückt ein Abrutschen von 7,7 auf 7,5 Prozent bedeutet. Friedrich-Wilhelm Rode, Leiter der Stadthäger Agentur, sieht die September-Entwicklung als Fortsetzung einer "guten Entwicklung am Arbeitsmarkt" an. Rode hat nach eigenem Bekunden noch nirgendwo in seinem Bereich "die drohenden schwarzen Wolken über uns" gesehen. Er meint damit die weltweite Finanzkrise. Diese werde sich mit Sicherheit auch am Schaumburger Arbeitsmarkt bemerkbar machen -nach Einschätzungen von Experten frühestens in der zweiten Hälfte 2009. Auch dort, wo sich oft erste Anzeichen bemerkbar machen würden -bei Zeitarbeitsfirmen - gebe es keine Anzeichen. Im Raum Rinteln ist die Quote im Oktober von 8,8 auf 8,9 Prozent und die reale Arbeitslosenzahl von 1742 auf 1751 gestiegen. Christina Rasokat, Pressesprecherin der Hamelner Agentur und aufgrund früherer Tätigkeit bestens mit dem Schaumburger Markt vertraut, betrachtet die Rintelner Entwicklung weiträumiger: Anders als alle anderen Geschäftsstellen der Hamelner Agentur (also auch Stadthagen) bewege sich der Rintelner Arbeitsmarkt seit Jahren "stabil auf hohem Niveau". Er habe als einzigen größeren Verlust in den vergangenen Jahren nur die Schließung des Braas-Werks mit rund 100 Arbeitsplätzen hinnehmen müssen. Rinteln habe deshalb in der Erholungsphase nicht so viel nachzuholen gehabt und deshalb nicht die Dynamik wie andere entfaltet. Das zeige sich unter anderem an einem recht konstanten, hohem Angebot an freien Stellen. Deren Bestand hat sich landkreisweit zum Monatsende bei 977 eingependelt. Davon kommen 694 aus dem Raum Stadthagen und der Rest aus Rinteln.




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