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Videos der „Cold Water Challenge“ sollen im Internet bleiben – weil sie „harmlos“ und „witzig“ sind

Kreisbrandmeister: Kein Grund zum Löschen

Landkreis. Der nasskalte Feuerwehr-Ulk „Cold Water Challenge“ erhitzt weiter die Gemüter. Im benachbarten Landkreis Minden-Lübbecke hat der Kreisbrandmeister den Feuerwehren empfohlen, ihre Videos aus dem Netz zu nehmen. Der oberste Brandschützer Schaumburgs, Klaus-Peter Grote, bleibt da wesentlich gelassener.

Autor:

jan-Christoph Prüfer

Selbstredend könne er die konkrete Situation in Minden und Umgebung nicht beurteilen, sagt Grote. „Ich denke aber, dass man da nicht so hart drangehen sollte“, ergänzt er und bezieht sich damit auf den allgemeinen Umgang mit dem Thema seitens der Verantwortlichen.

Wie die jeweiligen Gemeindebrandmeister sich entscheiden, sei auch in Schaumburg deren Sache. In Minden-Lübbecke hatte unter anderem der Stadtbrandmeister von Petershagen Löschgruppen aufgefordert, ihre Videos aus dem Internet zu löschen – egal, wie unverfänglich deren Inhalt sei.

Grote: „Ich habe von Anfang an immer wieder auf die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften gedrängt.“ Solange die gewährleistet sei, habe er kein Problem mit der „Cold Water Challenge“. Im Gegenteil: Die Videos, die er bei sn-online.de angeschaut habe, seien seiner Einschätzung nach nicht nur „völlig harmlos“, sondern zum Teil auch „wirklich witzig“.

Bei der „Cold Water Challenge“ fordern Feuerwehren sich gegenseitig heraus, buchstäblich ins kalte Wasser zu springen. So sind zum Beispiel die Nordsehler Brandschützer in voller Montur in das Hallenbad Badewonne gestiegen.

Die Wehren filmen sich bei ihren Aktionen und stellen die Videos ins Internet. Der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Allerdings ist der Spaß unter anderem wegen versicherungstechnischer Fragen umstritten.

Die Beiträge der Schaumburger Feuerwehren sind auf sn-online.de zu sehen. Leser können über einen Klick zeigen, welches Video ihnen am besten gefällt. Den Gewinner ermittelt die SN-Redaktion – ausschlaggebend ist nicht allein die Anzahl der Klicks, sondern auch die kreative Energie, die in einem Video steckt.

Kreisbrandmeister Grote hat auch mitgemacht. Wem er seine Stimme gegeben hat, behält er jedoch für sich.

Auf sn-online.de stellen Feuerwehren ihre Videos zur Schau – und der Kreisbrandmeister hat kein Problem damit. Montage: Harmening




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