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Eltern boykottieren möglicherweise den Auftritt der Landtagsabgeordneten / Anfeindungen beim Sport

Korter-Vortrag ohne Lindhorster Adressaten?

Lindhorst/Beckedorf (gus). Auch nach dem mehrheitlichen Ratsbeschluss, die Grundschul-Außenstelle Beckedorf nicht zu schließen, ist längst keine Ruhe eingekehrt in der Diskussion. Wenn heute, Dienstag, 18 Uhr, die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter in der Magister-Nothold-Schule über ihre Vorstellungen vom Führen einer Dorfschule referiert, dürften kaum Lindhorster Eltern dabei sein, um die Argumente anzuhören.

Noch immer mögen nach Informationen dieser Zeitung zahlreiche Eltern aus Lindhorst nicht akzeptieren, dass das zuständige politische Gremium, der Samtgemeinderat, keine Außenstellen-Schließung formuliert hat. Weil es noch heftig brodelt, hat der Schulvorstand der Grundschule Lindhorst sogar in einem Schreiben um das Verschieben des Korter-Vortrags gebeten. In dem Siebener-Gremium sitzt nur ein Beckedorfer Vertreter.

Eine Aktion gegen die Beckedorfer sollte dies aber keineswegs sein, heißt es. Vielmehr gibt es Kritik am Zeitpunkt des Vortrags. Diesen hat der Initiator, Matthias Hinse, aber mit Bedacht gewählt. Jetzt, wo der Samtgemeinderat die Weichen für die kommenden Jahre gestellt hat, müsse man sich an die Gestaltung dieser Jahre machen. Und dazu soll Korter, immerhin schulpolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sachargumente liefern.

Dennoch herrschen Bedenken vor, dass die Lindhorster Eltern, die sich als die Verlierer der Schuldiskussion 2012 sehen, diesen Auftritt als Affront begreifen. So ist er aber beileibe nicht gemeint, betonte auch Korter gegenüber dieser Zeitung. Es gehe ihr nicht um die Schuldebatte Lindhorst/Beckedorf, sondern um grundsätzliche Denkanstöße. Zahlreiche Beobachter sorgen sich derweil um das Verhältnis zwischen Einwohnern beider Orte. Nach Informationen dieser Zeitung sollen sich wegen der Schuldiskussion sogar Kinder und Jugendliche bei Sportaktivitäten untereinander anfeinden. Derzeit läuft ein Mediationsverfahren an, bei dem die unterschiedlichen Standpunkte abgewogen werden sollen.

Dabei hat die jüngste Entscheidung auf Landesebene, Grundschulklassen auf maximal 26 Kinder zu beschränken, den Beschluss des Samtgemeinderats nachträglich bestätigt. Denn so sinken die Schülerzahlen in Lindhorst ohnehin, was der Wunsch der dortigen Eltern gewesen ist.



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