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Tourismusförderung eines der Themen einer gemeinsamen Ausschusssitzung von Porta und Bückeburg

"Konkurrenz des gegenseitigen Bereicherns"

Bückeburg/Porta (rc). Wo können wir kooperieren, koordinieren und voneinander lernen? Unter diesen Schlagworten stand eine gemeinsame Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Porta Westfalica und des Verwaltungsausschusses der Stadt Bückeburg. Tourismusangelegenheiten, die Anbindung der Straße Hasengarten an die B 83 sowie der Schülerpendelverkehr zwischen Kleinenbremen und Bückeburg standen im Neuen Ratssaal im Bückeburger Rathaus auf der Tagesordnung.

Bürgermeister aus zwei Ländern: Portas Stefan Böhme (v.l.) und B

Sowohl Bürgermeister Reiner Brombach als auch Portas Bürgermeister Stefan Böhme betonten, dass beide Kommunen bereits seit 18 Jahren gemeinsame Sitzungen über Ländergrenzen hinweg durchführen würden. "Heute gibt es nichts zu beschließen", sagte Böhme, "aber es ist wichtig, dass wir Informationen austauschen." Und da gab es einiges, wie die folgende Debatte besonders im Bereich des Tourismus zeigte. Beide wiesen darauf hin, dass es heute selbstverständlich sei, dass die jeweiligen Städte nicht nur mit ihren eigenen Sehenswürdigkeiten auf Touristenfang gehen könnten, sondern auch mit den Sehenswürdigkeiten der Nachbarn: Schloss, Hubschraubermuseum oder Stadtkirche auf Bückeburger Seite; Kaiser-Wilhelm, Wanderwege oder das Bergwerksmuseumauf Portaner Seite. Alles das findet sich in den jeweiligen Fremdenverkehrsprospekten des anderen. Brombach: "Wir pflegen die Konkurrenz des gegenseitigen Bereicherns." Von seiten der Bückeburger erfuhren die Portaner, dass künftig einige ihrer Hotels mit in der Bückeburger Fremdenverkehrsbroschüre erscheinen werden. Hintergrund ist die Schließung mehrerer Hotels, so dass derzeit die Nachfrage nicht befriedigt werden könne, erläuterte Wirtschaftsförderer Karl Fehring. 32 000Übernachtungen werden derzeit in Bückeburg gezählt, mit stabiler Tendenz. Große Hoffnungen setzen beide Städte auf den Trendsport Wandern, der sich besonders bei den über 40-Jährigen stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Beide Städte liegen am Bückeberg-Weg, der von Porta bis Bad Nenndorf führt. Künftig wird Porta Endpunkt des neu konzipierten Fernwanderwegs "Weserbergland-Wanderweg" sein, der von Hannoversch-Münden bis hinauf in die Region führt. "Ein hoch zertifizierter Weg, der zum Markenprodukt ausgebaut werden soll", sagte Böhme. Bei seiner Konzeptionierung müsse darauf geachtet werden, dass Wanderschleifen auch nach Bückeburg oder etwa zum Bergwerksmuseum in Kleinenbremen gelegt werden. Dies steht übrigens in der Winterpause vor einer "gewissen Revision" und soll mit Start der Saison 2008 verändert an den Start gehen. Grund dafür sind rückläufige Besucherzahlen, besonders Gruppenreisende machen sich in Kleinenbremen zunehmend rar. Ähnlich dem Erlebniswelt Renaissance-Projekt auf niedersächsischer Seite will Porta auch das Kaiser-Wilhem-Denkmal mit Kopfhörern ausstatten, um Besuchern geschichtliche Erläuterungen zu präsentieren. Ziel ist es, mehr Touristen auf eines "der sechs bedeutendsten Denkmäler Deutschlands" zu ziehen. Derzeit kommen jährlich rund 100 000 Besucher zum Kaiser. Besonders Ansprüche von Kindern und Jugendlichen sollen berücksichtigt werden: "Wir wollen den Besuch auf dem Berg erlebbar gestalten." Anträge auf Bezuschussung an die Staatskanzlei in Düsseldorf seien gestellt, erläuterte der Technische Beigeordnete Kai Abruszat, Porta. Er rechne damit, dass mit der Umsetzung des Projektes 2008 begonnen werden könne. Die Vision hinter all diesen Aktivitäten brachte Bürgermeister Brombach auf den Punkt: "Wir müssen das Weserbergland zu einer Region verbinden, in der Touristen eine Woche Urlaub machen können." Der Hintergrund: Größtenteils lebt die Region derzeit vom Tagestourismus.



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