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Kompostierungsanlage in Bad Münder stark ausgelastet

BAD MÜNDER. Laub von den Straßen fegen, Äste vor dem Winter schneiden – Kommunen und Bürger sind derzeit viel mit Grünschnitt beschäftigt. Doch wohin mit Blättern, Zweigen und dickeren Stämmen? An den Kompostplätzen bilden sich derzeit lange Schlangen, auch in Bad Münder wird der Platz eng.

Wer derzeit Laub oder Äste zur Kompostierungsanlage bringen möchte, muss Geduld mitbringen – in Bad Münder wird der Platz eng. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Privatpersonen bringen derzeit hauptsächlich Laub und Zweige zur Kompostierungsanlage. Seit Wochen drängeln sich die Fahrzeuge und Anhänger an der Annahmestelle. „Eine Sauerei“, beschweren sich einige beim Anliefern, „die sollen den Kram mal zusammenschieben“, sagt ein anderer, während er die Zweige von seinem Anhänger auf die Laub-Berge wirft. Der Ton auf der Kompostierungsanlage ist zeitweise gereizt, im Hintegrund dampfen die großen Kompostberge – die Mikroorganismen sind bereits kräftig an der Arbeit.

„Derzeit sind die Anlagen stark in Anspruch genommen“, bestätigt auch Ulrich Kaufmann, stellvertretender Betriebsleiter der Kreisabfallwirtschaft, auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung. Er bittet bereits darum, kleinere Mengen über die Biotonne zu entsorgen – das würde auch die Fahrt zum Kompostplatz zu sparen.

Privatpersonen können ihren Grünschnitt kostenlos zur Kompostierung bringen. Ein Service, der von Hobbygärtnern gerade im Herbst stark genutzt wird. Ist die Biomasse irgendwann zersetzt, kann sie auch als Biodünger wieder mitgenommen werden. Unternehmer müssen ihren Abfall kostenpflichtig in Hameln oder Bad Pyrmont entsorgen.

Das aktuelle Problem der Kompostierungsanlagen ist, dass nicht so viel Biomasse abtransportiert wird, wie vor allem im Herbst anfällt. So kommt es, dass die Komposthaufen vor allem jetzt größer und größer werden. Auch Bad Münder ist keine Ausnahme.

„Hier bedarf es zusätzlicher Abnehmer“, bestätigt auch Kaufmann. Der Kompost werde zwar auch in der Landwirtschaft verwertet, erklärt Kaufmann weiter. Das reicht aber nicht aus, um die Plätze ausreichend zu entlasten, irgendwann wäre die Anlage überfüllt. Die Kreisabfallwirtschaft muss deswegen Abnehmer beauftragen, die den überschüssigen Grünschnitt im Landkreis abnehmen.

Ein weiteres Problem: Es gelangen immer wieder Fremdstoffe auf die Kompostierungsanlagen. Dazu zählen Plastik, Gummi oder Metallteile – der Bio-Abfall wird bei der Annahme zwar kontrolliert, aber nicht durchleuchtet. Egal ob gewollt oder unbeabsichtigt: „Das führt zu erheblichen Schäden am Schredder“, ärgert sich Kaufmann.


Die Kompostierungsanlage am Osterberg ist freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 9 bis 12 Uhr geöffnet.



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