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Vortrag der Gemeinschaft der Heeresflieger in der Jägerkaserne

Kommandoführer berichtet über Rettungsflüge im Norden Pakistans

Bückeburg. Anfang Oktober 2005 wurde Südasien von einem schweren Erdbeben erschüttert. Im Norden Pakistans, insbesondere in der am schwersten betroffenen Provinz Kaschmir, fanden Zehntausende Menschen den Tod und mehr als drei Millionen Menschen wurden obdachlos. Knapp vor dem Einbruch des eisigen, schneereichen Winters in dieser Region wurde ein Großteil der Häuser in der Region völlig zerstört. Was noch stehen geblieben war, war einsturzgefährdet, konnte nicht betreten, geschweige denn bewohnt werden. Die Bundeswehr leitete im Rahmen einer umfassenden internationalen Hilfsaktion umgehend Maßnahmen zur Soforthilfe ein.

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Wenige Tage nach der Katastrophe trafen bereits die ersten CH-53-Hubschrauber vom deutschen Einsatzgeschwader aus Termez/Usbekistan im Katastrophengebiet ein.Ärzte und Sanitäter versorgten die Verletzten, und die Hubschrauber der Heeresflieger sicherten den überlebenswichtigen Transport von Personen und Hilfsgütern. Nachdem die Erstversorgung mit medizinischer Hilfe und Nahrungsmitteln gesichert werden konnte, konzentrierten sich die Flüge danach auf den Transport von Baumaterial, Decken, Zelten und Öfen in die Berge. Auf dem Rückweg wurden kranke und verletzte Menschen in Behelfshospitäler geflogen, die in den Tälern errichtet wurden. Häufig wurden dabei hinter den hohen Bergen und in den tief eingeschnittenen Tälern die CH-53-Hubschrauber auf Landeplätze navigiert, die kaum genug Fläche für die Rotorblätter boten. Aufgewirbelter Schnee behinderte die Sicht, und Kälte und Eis in der unwirtlichen Hochgebirgsregion führten oft Mensch und Maschine an ihre Leistungsgrenzen. Termin: Oberstleutnant Andreas Henne, heute Kommandeur der Lehrgruppe B der Heeresfliegerwaffenschule und stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft der Heeresflieger, war von Ende Oktober 2005 bis Anfang Februar 2006 als Kommandoführer der deutschen Heeresflieger im Hilfseinsatz Pakistan vor Ort. Er wird in einem Vortrag am Donnerstag, 24. April, 18.30 Uhr, in der Jäger-Kaserne an der Ulmenallee über seine Erfahrungen aus diesem lebensrettenden Einsatz der Heeresflieger berichten, der neben der besonderen Belastung durch menschliches Leid auch durch seine schwierigen Rahmenbedingungen, nämlich den Flugbetrieb in einer Hochgebirgsregion in Schnee und Eis, eine große Herausforderung darstellte. Nicht nur die Mitglieder der Gemeinschaft der Heeresflieger sind zu diesem etwa einstündigen Vortrag eingeladen; auch Gäste sind stets willkommen.



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