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Expo Plaza: Xavier Naidoo begeistert 12 000 Fans

Kollektiver Glückstaumel „Wenn ein Lied seine Lippen verlässt“

Der „Himmel über Deutschland“, besser gesagt über Hannover, blieb zu. Traumwetter, Traumkonzert, Traumstimmung – dem Xavier sei Dank. Zurzeit schwimmt der 42-jährige Soul/Pop-Sänger auf einer Welle des Erfolges. Nicht nur mit seiner aktuellen CD „Bei meiner Seele“ feiert er Erfolge – insbesondere im Fernsehen genießt der gebürtige Mannheimer große Popularität. Ob die Doku „Die Xavier-Naidoo-Story“ oder „Sing meinen Song / Das Tauschkonzert“ – Naidoo erreicht Marktanteile in schwindelerregenden Höhen.

„Bei meiner Seele, du bist herzergreifend liebevoll – wenn ich dich sehe, füllst du mein Herz zum Rand mit Liebe voll“ – mit „Bei meiner Seele“ folgt pünktlich um 21 Uhr die erste Grußbotschaft an seine Jünger. Nach dem Motto „manchmal ist weniger einfach mehr“, lässt sich der fünffache Echo-Gewinner in Hannover nur von einer Vier-Mann-Band begleiten.

Ohne Zweifel war es eine gute Entscheidung, 2011 eine Auszeit von den Söhnen Mannheims zu nehmen. Das ewige Sich-Einfügen in Deutschlands größtes Künstler-Kollektiv zerrte scheinbar an den Nerven. Immer dann, wenn „ein Lied seine Lippen verließ“, stieg der Fan-Geräuschepegel um ein Vielfaches – ein Zeichen dafür, dass er ohne Wenn und Aber das Aushängeschild des Multi-Kulti-Projekts war. Heute performt Naidoo als Solointerpret in großen Hallen, während sich die Söhne Mannheims überwiegend in kleineren Locations austoben.

Bei „Wenn du gehst“ und „Was wir alleine nicht schaffen“ beginnt das große „Wettsingen“ mit der Fangemeinde, die sich absolut textsicher zeigt. Der Sänger holt noch einmal den Support Nico Suave auf die Bühne, performt mit ihm den Song „Danke“ – Erinnerungen an seinen verstorbenen Vater werden wach. „Nico habe ich in Tim Mälzers Restaurant „Bullerei“ kennengelernt – ein toller Künstler“, schwärmt der Ex-Sohn aus Mannheim.

Es folgt „Bunte Steine“, ein Lied, das er unter dem Pseudonym „Der Xer“ aufgenommen hat. Das dazugehörige Album heißt „Mordsmusik“ – damit hat sich Naidoo, nach eigenen Angaben, einen lang herbeigesehnten Traum erfüllt. Hämmernde Elektro-Beats begleiten den Song – ansonsten geht es in den eher düsteren Texten um Mord, Schmerz und Schuld.

Der kollektive Glückstaumel geht weiter – euphorischer Jubel der Konzertbesucher bei „Und wenn ein Lied“. Danach das Wanderlied „Dieser Weg“, bei dem die exzellenten Begleitmusiker an die Front dürfen. Allen voran Ausnahmegitarrist Alex Auer, der schon im Vorfeld mit brillanten Soli die Aufmerksamkeit der Fans auf sich zog. Jeder bekommt seinen Solopart – Bassist Robbee Mariano zupft den Viersaiter und spielt gleichzeitig Keyboard, Ralf Gustke bearbeitet die Schlagzeugfelle, während Neil Palmer sich hingebungsvoll seinem Keyboard widmet.

Der Song wird zum siebenminütigen Monumentalstück – Naidoo tanzt, animiert das Publikum zum Mitsingen, klatscht dabei im Takt. Das Konzert nimmt Tempo auf – es groovt und rockt – Naidoo avanciert vom Popstar zum Rockstar. „Alles kann besser werden“ – braucht es gar nicht – ist es schon.

Ende Mai das Plaza-Festival, dann die Kings Of Leon, vorgestern Xavier Naidoo – drei Top-Events auf der Expo Plaza – „Ich fühle mich wohl bei euch“, freut sich auch der Fred-Jay-Preisträger. Als Zugabe unter anderem Andreas Gabaliers „Amoi seg‘ ma uns wieder“ und „Ich kenne nichts“ (was so schön ist wie du).




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