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Dauerparker vor Friedhofskapelle sollen verschwinden / "Unechte" Einbahnstraße einrichten?

Kollbergring: Tempo 30 und Parkscheiben-Test

Obernkirchen (rnk). Kollbergring, Stoevesandtstraße, Stiftswald und Willi-Hormann-Straße werden zur Tempo-30-Zone, am Friedhof wird getestet, ob den Dauerparkern am Eingang zur Kapelle mit einer zweistündigen Parkscheiben-Regelung beizukommen ist, außerdem soll mit den Kollberg-Siedlern über die Einführung einer "unechten" Einbahnstraße diskutiert werden: Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer langen Debatte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Jetzt hat der Stadtrat das nächste Wort.

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Drei Schilder werden ausreichen, um den gesamten Kollbergring zur Tempo-30-Zone zu erklären: Große finanzielle Aufwendungen kostet die neue Regelung die Stadt nicht, betonte Bernhard Watermann als Vizeverwaltungschef. Weitergehende Maßnahmen, wie etwa eine Fahrbahnverengung, seien wegen der Feuerwehr "nicht opportun". Wesentlich intensiver verlief die Debatteüber die Frage, wie dem Parkverkehr vor den Eingang zur Friedhofskapelle beizukommen sei, denn die dort parkenden Wagen behindern den Verkehr. Allerdings, so wurde schnell deutlich, gibt es bei der Friedhofskapelle durchaus einen Bedarf an Parkplätzen. Die schon im Feuerwehrausschuss angeregte Ausschilderung der weiter unten liegenden Parkplätze soll erfolgen, waren sich die Mitglieder im Ausschuss einig, auch über einen Ankauf einer dem Eingang gegenüberliegenden Fläche, die dann als Parkplatz ausgewiesen werden könnte, wurde kurz nachgedacht; einen Beschluss gab es indes nicht. Horst Sassenberg (CDU) wies darauf hin, dass man einst das Parken erlaubt habe, um den Rasern am Kollbergring ein gleichsam natürliches Verkehrshindernis in den Weg stellen zu können: "Lasst das doch, das hat sich doch eingespielt." Ein Beschluss, dass das Parken nur noch mit einer Parkscheibe und damit für zwei Stunden erlaubt sie, müsse natürlich auch kontrolliert werden, sagte Sassenberg und verwies darauf, dass dort sehr viele Mitarbeiter von umliegenden Firmen parken würden: Da würde dann einfach ein Mitarbeiter alle zwei Stunden die Parkscheibe zwei Stunden weiter stellen. Bürgermeister Oliver Schäfer sah bei der Überwachung hier kein Problem: "Unser Mitarbeiter ist technisch so ausgestattet, dass er das feststellen kann." Skeptisch beäugte Sassenberg auch den Vorschlag von Manfred Essmann (SPD), am Kollbergring eine sogenannte "unechte" Einbahnstraße einzuführen. Weil auf dem Teil des Kollbergrings, der direkt auf die Friedhofskapelle zuführt, die gesamte linke Straßenseite zugeparkt wird und es daher immer wieder zu Problemen beim Begegnungsverkehr kommt, hatte Essmann vorgeschlagen, am unteren Ende der Straße ein Schild aufzustellen: Durchfahrt verboten. Innerhalb des Rings könnte dann weiterhin wie bislang gewohnt gefahren werden. "Davor würde ich warnen", meint Sassenberg. Bislang hätten die Kollberg-Siedler hier relativ ruhig gewohnt, wenn jetzt der gesamte Verkehr einmal durch ihre Siedlung geschickt werden, sei Ärger vorprogrammiert. Sassenberg brachte viel Verständnis für die Siedler auf, die dort einst gebaut hätten und denen später die großen Mehrfamilienhäuser vor die Nase gesetzt wurden, in denen heute eine ganz andere Klientel wohnt, "ein Publikum, mit dem es viel, viel Ärger gibt", wie es Sassenberg umschrieb, der als einziges Ausschussmitglied einer Einführung einer Tempo-30-Zone ein praktisches Scheitern prognostizierte. Die gesamte Tempo-30-Zone sei sicher 600 bis 700 Meter lang, es sei unrealistisch, anzunehmen, da würde jeder mit 30 Kilometern fahren: "Und dann darf man links nicht mehr rein" - so werde das nichts, meinte Sassenberg. Wilhelm Mevert (SPD) plädierte dafür, zunächst einmal mit den Kollberg-Siedlern ins Gespräch zu kommen: "Ich möchte schon gerne wissen, was sie davon halten." Es sei der falsche Weg, hier und jetzt zu beschließen und dann Ärger zu bekommen: "Aber wenn die Siedler das wollen, dann machen wir das." Große Probleme bei der Einrichtung der Tempo-30-Tone erwartet die Verwaltung nicht. Wie Watermann sagte, habe er im Rahmen einer Bereisung des Straßenverkehramtes des Landkreises dieses Thema schon mit den zuständigen Behörden angeschnitten, Einwände gab es nicht. Probleme könne es nur geben, wenn innerhalb einer Tempo-30-Zone eine Parkscheibenregelung nicht erlaubt sei, meinte Watermann und schlug für diesen - noch zu prüfenden fall - Fall eine einfache Lösung vor: Dann wird die Tempo-30-Zone einfach ein paar Meter nach hinten geschoben und fängt dort an, wo die Parkscheiben-Regelung endet. Wie lange die Parkscheiben-Regelung am Kollbergring getestet wird, wurde im Ausschuss nicht genauer festgelegt.



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