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Gartenfreunde: Sorgen bei gekauften Gemüse

Kohl in Kopfgröße

Obernkirchen (sig). Auf eine besonders originelle Wettbewerbsidee kam der Obernkirchener Obst- und Gartenbauverein. Er verteilte im Frühjahr an seine Mitglieder eine neu entwickelte Sorte Kohlrabisamen von Franz Kusnierski, um im Spätherbst diejenigen zu belohnen, die damit besonders große Exemplare gezüchtet haben. Diese Gartenfrüchte wurden jetzt bei einem Treffen im Restaurant "Rhodos" gemessen und ge wogen.

Den Vogel bei diesem Wettbewerb schoss die Familie Urban vom Krainhäger Weg ab. Ihr größter Kohlrabi wog fast achteinhalb Pfund und hatte einen Umfang von 70 Zentimetern. Als Belohnung dafür gab es eine Schale mit winterfestem Heidekraut, außerdem Herbstkrokusse sowie Pflanzensamen. Auf dem zweiten Platz landete ein allerdings deutlich kleineres Exemplar von Hannelore Grundke, Am Hünenweg. Nicht zu schlagen war aber die Familie Meier vom Höheweg. Ihr Kohlrabi kam mit seinen elfeinhalb Pfund nur deshalb nicht in die Wertung, weil die Meiers nicht dem Verein angehören. In der Regel werden Kohlrabis faustgroß. Wenn sie weiter wachsen, befürchten die Gartenfreunde, dass sie holzig werden. Das sei bei der neuen Sorte nicht der Fall, versicherte Kusnierski. Es habe sich vielmehr gezeigt, dass selbst zehn Kilo schwere Exemplare innen butterweich blieben. Aufgeschreckt haben die Mitglieder des Obernkirchener Obst- und Gartenbauvereins die alarmierenden Berichteüber im Handel erhältliche Gemüsesorten, die zu einem wachsenden Anteil Spuren von Pflanzenschutzmitteln enthalten sollen. Besonders betroffen sind demnach Tomaten, Feldsalat, Grün- und Wirsingkohl. Gründliches Waschen sowie das Entfernen der äußeren Blätter beim Salat und Kohl würden zwar helfen, könnten aber nicht alle Gefahren beseitigen, informierte der Vorstand die Zuhörer. Angesichts dieser Entwicklung dürfte künftig manches Blumenbeet wieder dem Gemüseanbau weichen. "Was im eigenen Garten wächst, das hat man selbst im Griff, und man tut etwas für die eigene Gesundheit", meinte der 1. Vorsitzende Werner Kütemeyer. Mehrfach wurde aus den Reihen der Mitglieder beklagt, dass besonders die im Handel erhältlichen Tomaten vielfach nur aus harter Schale und viel Wasser bestünden und wenig Aroma hätten.




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