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Wo das Kaiserreich ins Schwärmen geriet: Hundert Jahre Königshütte auf dem Papenbrink

„Köstliches Weilen in luftiger Höhe“

„Es ist ein köstliches Weilen hier auf der freien Höhe“, beschrieb vor gut hundert Jahren Hermann Löns seine Lustgefühle auf dem Papenbrink. Der 303 Meter hohe Bergrücken zwischen Klei-nenbremen und Todenmann trage zwar weder Denkmal noch Turm und könne auch keine „jähen Klippen“ vorweisen, „trotzdem springt er unter allen seinen Nachbarn am meisten in die Augen“. Die Begeisterung des weltbekannten Poeten und Naturliebhabers kam nicht von ungefähr. Löns streifte während seiner knapp zweijährigen Tätigkeit als Redakteur der Schaumburg-Lippischen Landes-Zeitung gern und oft auf dem Papenbrink umher. Am liebsten soll er im Dunkeln mit seiner jungen Geliebten unterwegs gewesen sein. Die damals gerade mal 18 Jahre alte Ernestine Sassenberg wohnte direkt zu Füßen des Berges. Tagsüber diente sie bei Familie Löns als Kindermädchen. Sie blieb ihrem 24 Jahre älteren Geliebten auch nach dessen Scheidung und „unfreiwilliger Flucht“ aus Bückeburg treu und wohnte während der folgenden sechs Jahre – bis zum Tode des Dichterfürsten – längere Zeit mit ihm zusammen.

Der Betreiber der Bückeburger Hofapotheke hatte das Sagen bei de

Autor:

Wilhelm Gerntrup


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