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Neujahrsempfang des Ortsrates Bad Münder mit 160 Gästen / Ehrengäste loben Veranstaltung

Körtner: „Bad Münder ist arm, aber sexy“

Bad Münder (jhr). Großes Lob von allen Seiten – der Neujahrsempfang des Ortsrates Bad Münder hat sich bereits im vierten Jahr als feste Größe im Veranstaltungskalender der Stadt etabliert. Die Grundidee des Empfangs, der Dank an die Bürger, die sich ehrenamtlich für andere und das Gemeinwohl einsetzen, wurde auch von den Ehrengästen besonders begrüßt.


So stellte Helmut Schmiedekind als stellvertretender Landrat heraus, dass für ihn der Empfang des Ortsrates ein deutliches Zeichen dafür sei, dass Ortsräte eben nicht abgeschafft werden dürften. „Ich weiß, dass es Ratskollegen von mir gibt, die die Ortsräte gerne abschaffen würden. Dieser Empfang aber macht es einmal wieder deutlich: Nirgends sonst wird im kommunalen Bereich mit so wenig Geld so viel bewegt wie in den Ortsräten“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. Sein Grußwort verband er mit dem Dank an die Ehrenamtlichen: „Das ist es, was letztlich unser Gemeinwesen ausmacht.“

Wasser auf die Mühlen von Ortsbürgermeisterin Petra Joumah, die gemeinsam mit einem Organisationsteam den Empfang im Berufsgenossenschaftlichen Bildungszentrum auf die Beine gestellt hatte und selbst als deutliche Befürworterin des Ortsrats-Erhalts gilt. Sie ließ nicht nur das vergangene Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen in Bad Münder Revue passieren, sie stellte auch namentlich viele der 160 Gäste des Empfangs besonders heraus. Dass zudem „Frauenpower“ in Bad Münder eine ganz besondere Rolle spiele, machte sie an einer Aufzählung von Funktionsträgerinnen deutlich.

Eine Aufzählung, die auch die heimische Landtagsabgeordnete Ursula Körtner (CDU) sichtlich amüsierte, bevor sie dem Ortsrat zum Empfang gratulierte: „Neujahrsempfänge sind mal Last, mal Lust – aber dieser hier ist sehr würdig, er würdigt das Ehrenamt“, sagte sie und betonte die Bedeutung, die das Ehenamt für eine Stadt, die wie Bad Münder „klamm am Beutel“ sei, ausmache. „Bad Münder ist arm, aber sexy“, folgerte sie unter dem Beifall ihrer Zuhörer – um dann auf die Unruhe einzugehen, die durch die Oberschul-Diskussion auch im Bereich der KGS entstanden war: „Nur sie hier vor Ort, im Schulvorstand der KGS, entscheiden, ob die KGS erhalten bleibt oder vielleicht zu einer Oberschule wird“, erklärte die Landtagsabgeordnete.

Für die Stadt schloss sich Hans-Ulrich Siegmund als stellvertretender Bürgermeister dem Dank an die ehrenamtlich Engagierten an. In Bad Münder werde es künftig nur gemeinsam gehen: „Wenn wir uns den Aufgaben der Zukunft stellen wollen, müssen wir es in Gemeinschaft tun.“

Mehr Gemeinsamkeit wünscht sich auch Carsten Krappmann, Amtsdirektor am Scharmützelsee und Mitglied der Delegation, die aus Bad Münders Partnerstadt Bad Saarow angereist war. „Es tut sich eine ganze Menge in der Stadt“, lobte er – und ging wie zuvor Joumaah auf die gegenseitigen Besuche ein, die im vergangenen Jahr wieder intensiviert worden waren.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Mareike Hennig und Tobias Kokkelink, Lehrern der Jugendmusikschule Bad Münder, und von den Sternsängern der katholischen Gemeinde.



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