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Körnerkissen als Ursache für Brand?

Stadthagen (jl). Die Polizei schließt nicht aus, dass ein überhitztes Körnerkissen am Sonnabend den Brand im fünften Geschoss eines Wohnhauses an der Görlitzer Straße ausgelöst hat (wir berichteten).

Auf diese Spur sind die Brandermittler der Polizei gestern Vormittag gestoßen, als sie die Wohnung noch einmal genau unter die Lupe genommen und sich ausführlich mit der 21-jährigen Bewohnerin unterhalten haben. In diesem Gespräch erwähnte die junge Frau laut Polizeibericht, dass sie am späten Sonnabend ein Körnerkissen in der Mikrowelle erhitzt habe, ihr dieses jedoch für eine Benutzung zu heiß gewesen sei. Weil die Ermittler auf Grund ihrer Untersuchung der Wohnung technische Defekte oder andere Brandursachen mit ziemlicher Sicherheit ausschließen, kommt das selbstentzündete Kissen mit hoher Wahrscheinlichkeit in Betracht. Diese Annahme wird nach Angaben von Polizeisprecher Axel Bergmann durch eine im vergangenen Jahr veröffentlichte Untersuchung des Instituts für Schadenverhütung und Schadensforschung in Kiel gestützt. In der Studie wird vor der Erwärmung von Körnerkissen in der Mikrowelle gewarnt. In Modellen mit starker Leistung reichen wenige Minuten Erhitzung, um den die Körner umhüllenden Stoff auch auch nach längerer Zeit zur Entzündung zu bringen. Deshalb empfehlen die Experten, die Kissen mit verminderter Leistung in kurzen Intervallen aufzuwärmen. Dabei sollten sie zwischendurch geschüttelt und gewendet werden. Nicht ganz so gefährlich ist das Erhitzen im Backofen, weil dabei die Hitze gleichmäßiger als in der Mikrowelle verteilt wird. Beide Verfahren sollten aber unter Aufsicht durchgeführt werden. Die Schadenshöhe beim Brand im Hochhaus steht noch nicht fest. Die Wohnung ist bis auf Weiteres unbewohnbar und muss von Grund auf saniert werden.



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