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Legenden leben länger: Santana in Hannover

König Carlos zieht wieder ein paar andere Saiten auf…

von Jens Meyer
Hannover. Am 28. Juni dieses Jahres wird in Hannover der bislang ganz normal geplante Dienstag ein nicht mehr ganz normaler Dienstag sein können, denn Carlos Santana, der mit einem Tross von Klassemusikern, Technikern und Roadies durch Europa tourt, wirft in der Landeshauptstadt den Anker, um auf der Parkbühne andere Saiten aufzuziehen. „Guitar Heaven“ heißt sein aktuelles Projekt, in dem sich der Mexikaner anschickt, „Whole Lotta Love“, im Original von Led Zeppelin, „Riders On The Storm“ von den Doors und auch Deep Purples „Smoke On The Water“ in seiner ureigenen Art und Weise irgendwo zwischen Latin-Rock, Blues und Soul auf der Parkbühne rauszuhauen.

Sechs Saiten für ein Halleluja: Carlos Santana, der Gitarrengott aus Mexiko

von Jens Meyer
Hannover. Am 28. Juni dieses Jahres wird in Hannover der bislang ganz normal geplante Dienstag ein nicht mehr ganz normaler Dienstag sein können, denn Carlos Santana, der mit einem Tross von Klassemusikern, Technikern und Roadies durch Europa tourt, wirft in der Landeshauptstadt den Anker, um auf der Parkbühne andere Saiten aufzuziehen. „Guitar Heaven“ heißt sein aktuelles Projekt, in dem sich der Mexikaner anschickt, „Whole Lotta Love“, im Original von Led Zeppelin, „Riders On The Storm“ von den Doors und auch Deep Purples „Smoke On The Water“ in seiner ureigenen Art und Weise irgendwo zwischen Latin-Rock, Blues und Soul auf der Parkbühne rauszuhauen.

Legenden leben länger. Carlos Santana ist Legende – und die Songs, die er spielt, sind es auch. Dass er auf seine eigenen großartigen Hits nicht verzichtet bei der anstehenden Tournee, steht außer Frage: Natürlich wird er auch d i e spielen. Nach den erfolgreichen siebziger Jahren („Black Magic Woman“, „Oye Como Va“, „Samba Pa Ti“) blieben ihm die großen Erfolge allerdings fast 20 Jahre lang verwehrt. Doch dann, 1999, ein musikalischer Urknall: „Smooth“ hält sich zum Beispiel unglaubliche 58 Wochen lang in den US-Single-Charts Hot 100, und das Album „Supernatural“ kaufen mehr als 20 Millionen Musikfans weltweit!

Carlos Santana ist aus dem Schatten ins Licht zurückgekehrt; mit damals 52 Jahren gar nicht so selbstverständlich. Denn immerhin war er zu dieser Zeit schon 30 Jahre lang im Business. Das Woodstock-Festival hatte ihn im Sommer 1969 ins Rampenlicht befördert. Ein umjubelter Auftritt ohne Gage vor mindestens einer viertel Million liebesbeseelter Menschen. Genau in jenen Wochen erschien sein erstes Album, das sich schon über zwei Millionen Mal verkaufte. Die Erfolgswelle war rasant ins Rollen geraten, schon ein Jahr später veröffentlichte Santana „Abraxas“; die Händler in den Plattenläden (ja, so etwas Tolles gab es damals noch) gaben es über vier Millionen Mal über ihre Kassentheken. Und von den Kritikern wurde es weltweit hochgelobt. Ein völlig neuer Sound war geboren, einer, der südamerikanische Beats in der internationalen Rockmusik heimisch machte. „Singing Winds, Crying Beasts“. „Oye Como Va“, „Black Magic Woman“, Whow.

Niemals trat „Don Carlos“ in dieser Zeit und den nächsten Jahren auf der Stelle, arbeitete hart und unerbittlich, was zur Folge hatte, dass sich die Band-Besetzung innerhalb von sechs Jahren bis 1976 unvorstellbare 22-mal änderte! Seinem unverwechselbaren Gitarrensound blieb der Musiker, dessen Vater José Santana ein recht guter Mariachi-Spieler war und ihm schon in jungen Jahren die Tonleiter beibrachte, aber stets treu, egal, mit wem er auf der Bühne stand.

Die musikalische Leidenschaft entwickelte sich früh, noch viel früher als zu Woodstocks Zeiten. Schon als Junge trieb sich der kleine Carlos in den Kneipen und Bordellen der Vergnügungsviertel von Tijuana mit seiner Gitarre herum. Das gute Stück, ein bisschen ramponiert und zerkratzt, aber immerhin doch mit sechs Saiten gesegnet, war Santanas erste große Liebe, mit der er schließlich die Umgebung von Tijuana unsicher machte, indem er Mitglied dortiger Bands wurde, bis er schließlich seine eigene Gruppe gründete: die Santana Blues Band.

Auch damals sang er nicht, daran hat sich bis heute, bis ins 21. Jahrhundert, nichts geändert. Santanas flinke, schlanke Finger fliegen über die Saiten seiner Gitarren, während er andere für sich singen lässt. Tina Turner, Dido, Chris Cornell (Soundgarden), Chester Bennington (Linkin Park), Rob Thomas (Matchbox 20), Scott Weiland (Stone Temple Pilots)… Und genau das ist der Grund, weshalb dieser Mann mit einer Band, die schlicht seinen Namen trägt, auch nach über 40 Jahren unverbraucht und frisch klingt.

„Guitar Heaven“, Carlos Santana live am Dienstag, 28. Juni, 20 Uhr auf der Parkbühne Hannover (Einlass ist um 18 Uhr) – Eintrittskarten für das Konzert gibt es jetzt im Vorverkauf (siehe Hinweis „Ticket-Service im Veranstaltungskalender)



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