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Kölschrock im Rockzelt

BAD MÜNDER. Mit einer besonderen Zeremonie vor dem Konzert wurden die Vorbereitungen der BAP-Coverband „MAM“ im Backstage-Bereich des Rockzelts abgeschlossen. Es ist zehnjährige Bandtradition, sich vor dem „Altar“ zu treffen – ein alter, von Crewmitglied „Schnalle“ Reich umgebauter Instrumentenkoffer.

Spielfreudig: Die BAP-Coverband „MAM“ begeistert mehr als drei Stunden lang. Foto: RP

Gefüllt ist er mit allerlei Andenken an BAP, aber auch mit einer Flasche Grappa. Gemeinsam hoben die acht Bandmitglieder die Gläser und wünschten sich „Gutes Spielen“. „Verdammt lang her“, dachte sich so mancher Gast, als er die ersten Songs von BAP hörte. Die bekanntesten Lieder wie „Kristallnaach“, „Müsli Man“ oder eben auch „Verdammt lang her“, sind schließlich aus den 80er-Jahren und heute nur noch selten im Radio zu hören. Ihre Texte sind aber auch in der heutigen Zeit noch aktuell. Die authentische Stimme von Sänger Klaus Drotbohm ließ das Original Wolfgang Niedecken nicht vermissen. Die perfekt präsentierten Songs und die Spielfreude brachten die Zuschauer schnell auf Betriebstemperatur und luden zum Feiern, Mitsingen und Tanzen ein.

Die Eheleute Andersen reisten extra für dieses Konzert mit der Bahn nach Bad Münder. „Wir sind heute das vierte Mal bei einem MAM-Konzert, die Band ist super und ein Garant für gute Stimmung“, schwärmen Kerstin und Lars Andersen.

Zum Repertoire von MAM gehörte auch „Nix wie bessher“, eines von Niedeckens Fußballliedern über den 1. FC Köln. In der Ballade „Jaraaduss“ kam Backraumsänger Christoph Freitag mit seinem Saxophon zum Einsatz und bei „Jupp“ spielte Klaus Drotbohm die erste Geige. Durch seine geschickt ausgewählte Anmoderation der Songs blieb keine Info zu BAP im Verborgenen. Die Vielfalt der Songs wurde wieder einmal klar: von ruhig bis rockig, alles dabei.

Das Ritual vor dem Konzert zeigte seine Wirkung und der furiose Streifzug durch die Historie der BAP-Klassiker nahm kein Ende. Erst nach mehr als drei Stunden bester Unterhaltung war dann „Sendeschluss“ mit dem gleichnamigen Titel. Übrigens: Der kölsche Begriff für Vater ist „BAP“ – „MAM“ sagt man zu Mutter.rp

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