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Knutfeste in Beber und Flegessen: Brenn, Tanne, brenn

FLEGESSEN/BEBER. Wenn es brennt, ist die Feuerwehr gefragt. So auch beim achten Flegesser Knutfeuer, zu dem gefühlt das ganze Dorf nach und nach am Feuerwehrhaus oder am Feuerplatz auf der benachbarten Wiese eintraf. Diese Bilanz zog jedenfalls der sichtlich zufriedene Ortsbrandmeister Björn Bohle am Morgen danach.

Auch in Flegessen brannten die Tannenbäume lichterloh bei großem Besucherandrang. Foto:: Honig

Autor:

Gerhard Honig und Gert Mensing

Schon tagsüber war Jugendwart André Frommer mit seinen Jugendfeuerwehrleuten durch die Dorfstraßen von Flegessen, Klein Süntel und Hasperde gefahren. Mit Thea Brandes am Treckersteuer und zwei Fahrzeugen der Feuerwehr hatten sie rund 60 ausgediente Weihnachtsbäume eingesammelt und zum Feuerplatz gefahren.

Sogar die kleinen „Feuerflöhe“ der Kinderfeuerwehr unter Leitung von Kathi Koscholke und Cornelia Thormann wurden hierbei eingesetzt. „Kindgerechte Ausbildung durch spielerisches Heranführen an solche Hilfeleistungen“, bezeichneten die Betreuerinnen die Beteiligung der eifrigen Kleinen. Und positiv vermerkten sie: „Auch manche Leute im Dorfe, deren Baum schon nicht mehr vorhanden war oder die gar keinen zu entsorgen hatten, gaben uns eine Spende für die Kinderfeuerwehr.“ Die trockenen Tannen und Fichten jedenfalls brannten bei einsetzender Dunkelheit sofort lichterloh und lockten die meisten Gäste zumindest vorübergehend ins Freie. Eine Bewohnerin bemerkte angesichts des großen Feuerstoßes: „Was wird da ein Geld verbrannt, wenn man bedenkt, was jeder Baum vor Weihnachten gekostet hat.“ Und eine Kindergruppe sang lautstark und vielstimmig gegen das Knistern des Feuers an: „O Tannebaum, o Tannebaum, du brennst so schön, ich glaub es kaum…“

Spendable Hausfrauen hatten leckere Kuchen geliefert, Kaffee und Glühwein dufteten, und Deftiges vom Bratwurstgrill ließ aufkommendes Hungergefühl gar nicht erst zu. Bei den so gar nicht winterlichen Temperaturen hatte vielen Besuchern sogar ein kühles Bier gemundet.

Alle Hände voll zu tun hatten auch die Brandschützer in Beber beim traditionellen Knutfest. Nicht etwa beim Einsammeln, denn hier hatten die Einwohner ihren Baum bereits am Straßenrand abgestellt. Sondern beim Abbrennen und bei der Bewirtung der zahlreichen Besucher.

Denn neben den Bäumen aus Beber und Rohrsen bekam die ausrichtende Ortsfeuerwehr Beber alleine über 100 Bäume eines Möbelmarktes zum „Entsorgen“, dazu noch von heimischen und auswärtigen privaten Baumverkäufern, wie Bebers stellvertretender Ortsbrandmeister Carsten Homeier erklärte. So waren es am Ende rund 500 Tannen, die den letzten Weg zum „Scheiterhaufen“ antraten.

Es dauerte Stunden, ehe die letzten Weihnachtsbäume in Rauchschwaden gen Himmel aufstiegen. So verweilten auch viele Besucher stundenlang. Sie bekamen ein weitreichendes kulinarisches Angebot mit heißen und kalten Getränken für Groß und Klein. Das Carport der Feuerwehr bot Schutz vor Windböen.

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