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Schlange vorm Festzelt: 900 Gäste beim Hochzeitsempfang / Überraschung: Kein kulinarisches Nordsüdgefälle / Vierstöckige Hochzeitstorte

Knödel trifft Bratkartoffel am Büfett, Promi trifft Promi beim Smalltalk

Bückeburg. Ohne das Brautpaar - "Wir müssen uns frisch machen" - mussten zunächst die rund 900 Gäste des Hochzeitsempfangs nach der kirchlichen Trauung auskommen. Eine Menschenschlange wartete vor dem Portal des Schlosses, ehe sich alle im Festzelt auf der Schloss-Südseite drängten.

Brot und Salz gelten als Abwehrmittel gegen alles Böse. Verena u
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Die meisten zog es angesichts der fortgeschrittenen Mittagszeit mit knurrenden Mägen an die beiden Büfetts, wo der Münchener Catering-Spezialist "Käfer" den Spagat zwischen Nord- und Süddeutschland wagte: Am einen Büfett gab es deftige bajuwarische Kost, am anderen norddeutsche: Semmelknödel trifft auf Bratkartoffel, Ente auf Schweinebraten, Fisch auf Bulette, Fürst Schaumburg-Sekt auf Weizenbier. Dann war Smalltalk angesagt. Sabine Christiansen holte sich geistlichen Beistand bei Landesbischof Jürgen Johannesdotter, GfW-Vorstand Klaus Suchland und Schaumburger-Landschaft-Geschäftsführer Sigmund Graf Adelmann umlagerten Marie-Luise Marjan; ob "Mutter Beimer" den Inhalt der nächsten "Lindenstraße"-Folge verraten hat, ist nicht überliefert. Mehrere Bürgermeister-Tische bildeten sich: Bückeburgs Bürgermeister im Gespräch mit Stadthagens Bernd Hellmann oder Eilsens Bernd Schönemann. Dazwischen Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier im Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy. Musik machten die Max Ernst Bigband und die Schaumburger Trachtenkapelle, die sich beide an Brechts "Mackie Messer" wagten: Die einen im klassischen Bigband-Sound, die anderen als Polka. Ein Thema an vielen Tischen: die Hüte. Besser als bei der Landpartie, so die einhellige Meinung. Bussi-rechts-links war angesichts der Dimensionen so mancher Krempe nicht möglich, man beließ es daher bei Luftnummern. So manche Trägerin hatte unter ihrem Objekt auch zu leiden. "Mir reicht's jetzt mit dem Kürbis", sprach eine Dame ganz unelegant. Und schwups, flog das Stück auf den Tisch. Eine gute Stunde später, die Reihen lichteten sich bereits, hatte das lang erwartete Brautpaar den Weg ins Zelt gefunden: Fürstin Nadja Anna ohne die fünf Meter lange Schleppe ihres Brautkleides, Fürst Alexander mit einem Mini-Ventilator, der ihm im aufgeheizten Zelt frische Luft zuwirbelte. Glückwünsche von allen Seiten, die Geschenke waren zuvor am Geschenktisch am Eingang abgegeben worden. Viele waren es nicht. Dann der große Moment: Kurz nach vier schnitt das Brautpaar die vierstöckige Hochzeitstorte an, leckere "Pariser Trüffeltorte", die reißenden Absatz fand. Um fünf war Kehraus.

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