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11°

Kniefall vor der Wissenschaft

Klein Süntel. Perfektes Aprilwetter. Eben noch ein Hagelschauer, jetzt Sonne, die nächste Wolkenwand zieht bereits bedrohlich auf. Die rund 20-köpfige Gruppe, die zwischen dem Seniorendomizil Klein Süntel und dem Feuerwehrhaus im Matsch am Boden kauert und vorsichtig in der Erde kratzt, nimmt das Wetter erstaunlich unbekümmert. „Wir haben nur fünf Tage Zeit“, lacht Roland Wessling. Er ist forensischer Archäologe und mit der Arbeit bei jedem Wetter vertraut. Diejenigen, die auf der Erde hocken, wollen von ihm lernen: Studenten der Universität Cranfield in der Nähe von Oxford, an der Wessling unterrichtet. Ebenfalls dabei ist Lasse Eggers aus Flegessen, der sich an der TU Bergakademie Freiberg auf seinen Master im Bereich Industriearchäologie vorbereitet und sich die Grabungen in seinem Heimatort einfach nicht entgehen lassen will. Außerdem beteiligt sich eine vierköpfige „mobile Einsatzgruppe“ der Jugendbauhütte Stade. Die jungen Frauen und Männer absolvieren ein „Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege“, lernen traditionelles Handwerk, Baukultur und Archäologie kennen. Initiiert wurden die quer über Deutschland verteilten Jugendbauhütten von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – und die „Mobile Einsatzgruppe“ hilft überall dort, wo sie gebraucht wird. Das ist momentan in Klein Süntel, und der Kontakt mit Studenten der englischen Universität kommt auch bei der „Mobilen Einsatzgruppe“ gut an, die Atmosphäre ist herzlich, vorherrschende Sprache am Grabungsort ist Englisch.

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