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Tag der offenen Tür in Tombstone vom Historischen Westernverein in Afferde

Knarrende Dielen im Saloon

Afferde. „Wussten Sie, dass die Mohawk-Indianer seit Ende des 19. Jahrhunderts begehrte Bauarbeiter auf Amerikas Wolkenkratzer sind?“, fragte Red Wolf alias Uwe Klige beim Vorstellen der einzelnen Charaktere bei der Modenschau in Tombstone. Dass sie von Natur aus schwindelfrei seien, sei aber ein Mythos, vielmehr habe wirtschaftliche Not die Ureinwohner in diesen Beruf getrieben.

Wenn nicht gerade einer der Gäste mit einer typischen Fast Food-Nahrung des 21. Jahrhunderts durch das Geschehen in der Westernstadt gelaufen wäre, könnte das Bild als historisch gelungen betrachtet werden. Aber so ist das nun mal bei gelebter Geschichte. Da mischen sich die Menschen und ihre Bedürfnisse aus dem 21. Jahrhundert mit denen aus dem 19. Jahrhundert. So wie am Samstag in der Westernstadt Tombstone am Rande von Afferde beim Tag der offenen Tür des Historischen Westernvereins Hameln von 1994. Die einen waren Gäste und betraten auf den knarrenden Dielen den Saloon. Die anderen nennen sich Hobbyisten und „leben“ in ihrer Freizeit das Amerika des 19. Jahrhunderts nach. Das Vereinsgelände des Vereins befindet sich seit dem Jahr 2006 am Rande von Afferde. Das erste Gebäude wurde 2010 fertiggestellt und war der Saloon. Seither wird die kleine Westernstadt von ihren Vereinsmitgliedern von Jahr zu Jahr um weitere Holzhäuser erweitert. Einmal im Jahr wird die Westernstadt dann auch zum Mittelpunkt von Gästen. Am Samstag hatte Vereinsvorsitzende Melanie Wosnitza zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen und mit den Vereinsmitgliedern ein umfangreiches Programm mit Bogenschießen, Laienschauspielen und Schmiedearbeiten auf die Beine gestellt. Eingefleischte Authentiker wie Mario Mende (in Tombstone als Lakota-Indianer Casa Kijapecan dabei) kamen sogar aus Berlin angereist, um dabei zu sein.

„Ein wirklich schönes Gelände“, fand auch Frank Brandt aus Exten. Der Hobbyist kampierte mit eigenem historischem Zelt, einem Walltent und einem Siedlerequipment das erste Mal in Tombstone und stand für Fragen der Besucher bereit. Bei der Modenschau stolzierte dann Friedensrichter Roy Bean (Heiko Seebode) mit Schauspielerin Lilly Langtry (Beate Seebode) vorbei. Da tauchte der legendäre Wyatt Earp (Stefan Wosnitza) auf und auch das Ehepaar Karl-Heinz und Marlies Oelsner drehte eine Runde für die Gäste. Ebenfalls dabei Soldaten des Südstaatenregiments. Bis in den späten Abend erklangen die Töne der „White Wolf Country Band“. „Ein gelungener Tag“, lobte die Vereinsvorsitzende Melanie Wosnitza, die mit ihren Gedanken schon beim Fest 2015 ist, „vielleicht sind dann auch Pferde dabei“. git

Stilecht: Frank Brandt aus Exten lobte das schöne Gelände. git



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