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Klinikum – erste Spuren in der Feldmark

Röhrkasten (tw). Mit dem Mähen einer etwa sechs Meter breiten und mehrere Hundert Meter langen Schneise in einem Maisfeld, parallel zum Wirtschaftsweg „Auf dem Stapel“, haben in der Vehler Feldmark die Vorarbeiten zur Anlage der Baustraße für das Gesamtklinikum Schaumburg begonnen. Damit liegt der Start des Projekts exakt in dem von Landschaftsarchitekt Georg von Luckwald (Hameln) Mitte Juli vor dem Stadtrat ins Auge gefassten Zeitrahmen (wir berichteten).

Im Verlauf der besagten Schneise, die aber nicht mit der künftigen Baustraße identisch ist, sind mehrere mit Bauzäunen gesicherte Erdgruben angelegt worden. Sie sollen in Kürze Kabel und Leitungen der Telekom aufnehmen, die bereits auf großen Holztrommeln am Anfang des Asphaltweges stehen.

„Die Genehmigung für die Baustraße ist in der Pipeline – wir erwarten sie bereits in der kommenden Woche“, berichtet Andreas Jasper bei der Zusammenkunft des Ortsrates Vehlen am Donnerstagabend im Feuerwehrgerätehaus. Der Kämmerer der Stadt Obernkirchen: „Ich gehe davon aus, dass Ende September/Anfang Oktober mit dem Anlegen der Baustraße begonnen wird.“

Besagte Baustraße soll sich entlang des Wirtschaftsweges „Auf dem Stapel“ erstrecken. Sie soll zwischen 5,50 und 6 Meter breit werden und einen befestigten Seitenstreifen erhalten. „Dadurch“, so Jasper, „wird zum einen Begegnungsverkehr von Fahrzeugen auch während der Bauphase möglich sein. Zum anderen können aber auch Fußgänger den Weg weiter nutzen – etwa, wenn sie spazieren gehen oder den Hund ausführen.“ Allerdings müsse damit gerechnet werden, dass die Quere im Zuge der Arbeiten das eine oder andere Mal unterbrochen werden muss.

Der Kämmerer spricht von einer „sehr breiten Anbindung“ der Baustraße in Form einer Trompete – sodass für die Sicherheit des Straßenverkehrs gesorgt sein werde.

Jasper: „Die betroffenen Maisfelder sind zum Teil bereits abgeerntet worden. In der Feldmark selbst sind Arbeiter damit beschäftigt, Leitungen von EWE und Telekom in die Erde zu bringen.“ Ferner werde von der vorhandenen Gastrasse ein Gasanschluss für das spätere Klinikum verlegt. Alle diese Vorarbeiten dienten dazu, Komplikationen im Zuge der Anlage der Baustraße zu vermeiden und ein späteres Öffnen der Decke unnötig zu machen.

Doch wie auch immer. Gerhard Kirchner hat für die aktuellen Arbeiten in der Feldmark nur ein Kopfschütteln übrig: „Hier wird der zweite Schritt vor dem ersten gemacht“, sagt der Chef des Vereins Landschaftsschutz Schaumburg, denn: „Die Genehmigung für den Bau des Klinikums ist ja noch gar nicht durch alle Instanzen.“ Kirchner vermutet, dass der unter Zeitdruck geratene Betreiber ProDiako mit den jetzigen Arbeiten ein verfrühtes Zeichen setzen will: Frei nach dem Motto: „Sehr her, es geht los!“ Das aber, sagt der Landschaftsschützer, „ist wie Feuerwerk vor Silvester“.




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