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"Obernkirchen ist anders": Beim Museumsfest zeigt die Stadt ihre versteckten Schätze

Kleinode - abseits der täglichen Wahrnehmung

Obernkirchen (rnk). Geradezu symbolträchtig aufgeladen wird am 6. September auf dem Kirchplatz das Museumsfest gefeiert: Als Veranstalter präsentieren sich an diesem Sonntag der Verkehrs- und Verschönerungsverein, die Info-Galerie, das Bündnis für Familie, Kirchengemeinde, Stift Obernkirchen, Gartenfreunde Brockmann, Stadtjugendring und das Kulturfenster - demonstrativ stellen sich gleich mehrere Vereine und Organisation der Bergstadt hinter das Fest. Die Botschaft ist klar und deutlich: Hier ziehen wirklich alle am sprichwörtlichen Strang.

Gefeiert wird unter dem Motto "Obernkirchen ist anders", in den Mittelpunkt sollen dabei die vielen Kleinode und noch zu entdeckenden kleinen Ecken einer Stadt rücken, die ein bisschen abseits von der täglichen Wahrnehmung liegen. Einen durchaus ernsten Hintergrund hat das Fest auch: Durch den Erlös von Kaffee und Kuchen, Wein und Bier, Bratwurst und Gegrilltem wird das Museum erhalten. Und in den letzten zwei Jahren fiel das Museumsfest aus, einmal gab es den Mitmachzirkus und vor zwei Jahren lief das Bildhauer-Symposium. Einnahmen gab es daher nicht. Was wird geboten? Ab 14 Uhr stehen zunächst einmal die Kinder im Mittelpunkt. Ein bisschen Kunst, Kultur, Traditionelles: Das Bündnis für Familie bittet zum Hufeisenwerfen und zum Bemalen von Steinen. Geöffnet hat der verwunschene Garten Brockmann, wo die Freunde des Gartens gerne Auskunft über Bepflanzung, Pflege und Gestaltung geben, auch Stift und der Stiftsgarten sind immer einen Besuch wert und an diesem Tag geöffnet. Die Kirchturmtür wird ebenfalls aufgeschlossen; nicht nur bei bester Fernsicht lohnt der steile Aufstieg, um die eigene Stadt einmal ganz von oben betrachten zu können. Zwei Mal wird eine Führung durch das neue Zentrale Sammellager der Schaumburger Museen, die Zehntscheune also, angeboten. Und es gibt neues Leben in der Schlosserei Bornemann: Fünf Minuten Fußmarsch vom Kirchplatz entfernt kann die Vergangenheit besucht werden. Schmied Brandt wird demonstrieren, wie hart und schweißtreibend einst sein Brot verdient werden musste. Herzstück des Festes ist allerdings das musikalische Angebot. Zunächst werden "Jojo goes Jazz" auf der Bühne auftreten, anschließend folgt die "Greentown Jazzband". "Jojo goes Jazz" dürfte dem Schaumburger Jazzfans geläufig sein, schließlich steht das Quartett seit 1999 für hochwertige Musik. In der Besetzung Saxofon, Klavier, Bass und Schlagzeug bewegen sich die Musiker mit Gespür von den bekannten Standards der Jazzgeschichte in Swing, Bebop und Latin bis hin zu Soul undFunk durch alle Stile des Jazz. Mit sanfter, beruhigender Bar- und Dinnermusik, unterhaltendem Frühschoppen-Jazz oder mit konzertanter, anspruchsvoller Jazzmusik in modernstem Sound wollen die Musiker das Museumsfest bereichern. Der Höhepunkt allerdings ist die "Greentown Jazzband", die Kulturfenster-Vorsitzender Rolf-Bernd de Groot auf eine Stufe stellt mit der Chris Barber-Band. Sechs Vollblutmusiker aus Ljubljana/Slowenien mit Bodo Bucar an der Spitze spielen Ragtime, Dixieland, Blues und Swing im bandeigenen Sound. Es sindalte Hasen, die in Obernkirchen auftreten, denn die 1982 gegründete "Greentown Jazzband" konzertiert in Amerika und Europa und ist bei den renommierten Jazz-Festivals in Los Angeles und San Francisco gern gesehener Dauergast. Jazz-Fans begeistert ihre stilistische Vielfalt, die auf der perfekten Beherrschung der Instrumente einerseits und der hohen Musikalität andrerseits basiert. "Wir spielen keine Noten, wir spielen Musik" lautet ihr Motto. Und das setzt das Sextett an Klarinette, Schlagzeug, Bass, Trompete, Posaune und Klavier überzeugend um. Gespannt sein darf man bei diesem erstklassigen Jazz-Abend insbesondere auf den Weltklasse-KlarinettistenBodo Bucar. Der Eintritt zu diesem Museumsfest ist frei.




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