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PLSW-Projekt: Umbau des Nordsehler Bauernhofs an der Holpe soll bis Ende September fertig sein

Kleine Farm nimmt Gestalt an

Nordsehl. Auf dem „Hof an der Holpe“ ist mächtig was los. Während der Umbau des alten Bauernhofes für ein Projekt der Paritätischen Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) noch andauert, wird bereits die erste Gemüseernte verkauft. Ziel ist es, auf dem Areal zwischen Landstraße und Holpe einen kleinstbäuerlichen Betrieb aufzubauen, der später 24 Mitarbeiter der Lebenshilfe beschäftigen soll. Einige Angestellte helfen bereits bei den Umbaumaßnahmen.

Die Bauarbeiten auf dem 20 000 Quadratmeter großen Grundstück laufen seit Herbst 2014 und sollen bis Ende September abgeschlossen sein, sagt Bauleiter und Projektverantwortlicher Dieter Schade bei einer Begehung der Baustelle. Rund eine Million Euro investiert die PLSW in den Umbau, berichtet Geschäftsführer Bernd Hermeling. Dabei müsse ein ganzer Haufen an Richtlinien beachtet werden – von Energievorschriften bis zum Brandschutz.

Im ehemaligen Wohnhaus entsteht Raum für ambulant betreutes Wohnen. „Interessenten gibt es bereits“, sagt Schade. Im Obergeschoss werde ein nicht behindertes Paar einziehen. Im Mittelteil baut die PLSW erstmalig ein „Atelier form.Art“ auf. „Da wollen wir unserem inklusiven Anspruch gerecht werden“, erklärt Hermeling. Behinderte und nicht behinderte kreative Köpfe sollen sich dort künstlerisch entfalten können. „Auch eine Kooperation mit der Volkshochschule ist angedacht“, teilt der PLSW-Chef mit.

Der dritte Teil des Hofes soll als Werkstatt dienen. Dieser Bereich beheimatet auch eine große Küche, sagt Schade. „Typisch für einen kleinstbäuerlichen Betrieb“: Beim Frühstück wird besprochen, was am Tag zu erledigen ist, mittags wird über den Zwischenstand geredet und beim Kaffeetrinken bespricht man die restlichen Arbeiten des Tages.

Der künftige bäuerliche Betrieb soll Tierhaltung, Futtererzeugung und Anbau von Gemüse und Obst umfassen sowie die Mitarbeiter für den Job in der Landwirtschaft qualifizieren, schildert Schade. Zudem wird Holz aus dem Kreisforstamt verarbeitet. „Überwiegend für die eigene Heizung“, sagt Schade. Der Verkauf sei nur ein Zuverdienst. Erstes Gemüse wird bereits angebaut und über den Direktverkauf unters Volk gebracht. Einen Teil nimmt auch die PLSW-Küche ab. „Ein Hofladen ist aber nicht in Planung“, meint Schade. Die Viehwirtschaft muss allerdings noch warten. Erst 2016 soll in Eigenleistung ein Stall für rund 20 bis 30 Mastschweine aufgebaut werden.

Um sich der Öffentlichkeit und den Nachbarn im Ort vorzustellen, ist für den 10. Oktober ein Tag der offenen Tür geplant. kil




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