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Künstler extra aus Bulgarien angereist / Gesamtregie hat Heidrun Herrmann-Wisser

Klavier- und Flötenzauber beim deutsch-bulgarischen Konzert

Rinteln (dis). Gut gefüllt ist die reformierte Jakobikirche beim arien- und flötenreichen deutsch-bulgarischen Konzert gewesen, zu dem das Rintelner Kolleg Musikerziehung eingeladen hatte.

Sie kamen extra aus Bulgarien angereist, um die Rintelner Konzer

Unter der Gesamtregie von Heidrun Herrmann-Wisser ließen die ausdrucksstarke Mezzosopranistin Prof. Lilian Ilieva und deren ebenfalls aus Bulgarien angereiste kongeniale Orgel- und Klavierassistentin Prof. Dr. Maria Tscherwenlieva sowie das klangvolle Blockflöten-Ensemble Heidrun Herrmann- Wissers ein abwechslungsreich konzipiertes Programm hören.Schöne Seiten seines Repertoires führte das homogene Bläserteam vor und überraschte damit, wie stellenweise orgelgleich diese obertonarmen, dynamisch nur bedingt beeinflussbaren Instrumente ertönen können. Glücklicherweise sorgte die zumeist mitwirkende Leiterin für eine solch stilsichere Koordination, dass auch technisch diffizile Passagen überraschend gut gelangen. Polyphonisches Geflecht und konzertante Gegenüberstellungen bei ansprechend instrumentierten Stücken von Schütz und Bach (Concerto in C) waren die rechte Vorbereitung auf Mozarts lebhaft applaudiertes "C-Dur-Quartett". In der Händel-Arie des Darnano aus "Amadigi", mit der Lilia Ilieva ihren "Siegeszug" begann, erwies sich Heidrun Herrmann-Wisser obendrein als ideale Flötenpartnerin. Wie bereits erwähnt, fügte die Vokalistin dieser besonderen Abendmusik eine bemerkenswerte Variante hinzu. Sie sang mit einer Stimme, die nicht nur wegen der satten Tiefe und herrlichen höheren- und mittleren Lagen mindestens genauso gut für Wagners "Ring" in Bayreuth geeignet gewesen wäre. Das wandlungsfähige Organ von großem Umfang sowie die charmante Darstellungsart kamen aber auch Arien aus Bach-Kantaten, der Mozartoper "Mitridate, re die Ponto", dem Bizet Ohrwurm "Segidilga" aus "Carmen" oder Bellini- und Verdi- Romanzen in der Rintelner Jakobi Kirche sehr gelegen. Dieses zeigten nicht zuletzt der anhaltende Beifall und einige Bravos. Kein Wunder, denn die Künstlerin brachte ihre Passagen mit solch Sicherheit und Beweglichkeit nahe, dass man einfach fasziniert sein musste. Dringend zu erwähnen ist noch, dass Maria Tscherwenlieva der Mezzosopranistin - erst auf der Empore an der Orgel, im weltlichen Teil unten am Klavier - als äußerst anpassungsfähige und feinfühlige Begleiterin zur Seite stand.



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