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Bislang gibt es kreisweit neun Anzeigen

Klau vom Konto:Öfters Auszüge kontrollieren

Landkreis (jl). Das illegale Abbuchen von Bankkonten beschäftigt die Polizei in Schaumburg bis jetzt nur in geringem Umfang. Gegen den Klau vom Konto hilft aus Sicht der Ermittler nur eines ziemlich sicher: Die regelmäßige Kontrolle von Kontoauszügen beziehungsweise Buchungsvorgängen.

Die Täter bemühen sich nach jetzigen Erkenntnissen um Unauffälligkeit. Einer der bislang neun bei den vier Polizeikommissariaten im Landkreis angezeigten Fälle macht es deutlich: Darin ist ein Geschädigter nach Angaben von Axel Bergmann, dem Präventionsbeauftragten der Stadthäger Polizei, bei derKontrolle seiner Kontoauszüge auf einen Betrag von 73 Euro und ein paar Cent gestoßen, die angeblich von der Telekom abgebucht worden waren. An diesem Fall macht Bergmann zwei Merkmale deutlich, die für den Kontenklau signifikant sind: Die Täter buchen meist "nur kleine und oft krumme Beträge ab". Beträge, die beim Blick auf den Kontoauszug nichtsofort auffallen und wegen deren Höhe mutmaßlich viele Geschädigte keine Anzeige erstatten. Der zweite Punkt ist der oder sind die Namen der Abbucher. Auch da werden gängige Namen wie eben Telekom oder andere genommen, wie bekannte Versandhäuser oder Lotterieunternehmen -nur möglichst nichts Exotisches, denn das könnte ja auffallen. Auffällig ist: Alle der Schaumburger Polizei bekannten Empfängerkonten werden oder wurden bei einer bundesweit agierenden Bank mit viel Gelb im Logo geführt und nicht bei heimischen Geldinstituten. Gegen diesen Klau ist nach jetzigen Erkenntnissen nur ein einziges Kraut gewachsen: Die regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge und zwar nicht der Übersichten, sondern der einzelnen Buchungen. "An den Übersichten erkennt man nichts", betont Bergmann. Er empfiehlt eine ausgiebige Kontrolle pro Woche. Wenn tatsächlich der Kontoklau festgestellt wird, sind eigentlich zwei Dinge Pflicht: der Rückbuchungsauftrag bei der Bank (ist bis zu sechs Wochen rückwirkend möglich) und die Anzeige bei der Polizei. Je mehr Anzeigen, desto mehr Anhaltspunkte bekommen die Ermittler. Nicht hilfreich gegen den Kontoklau ist es nach Bergmanns Einschätzung, jetzt seine Daten inklusive Kontonummer bei Firmen zu löschen, wo sie einmal hinterlegt worden sind. Der Datenklau kann schon längst passiert sein. Es hilft wirklich nur die konsequente Kontokon trolle oder notfalls eine komplett neue Bankverbindung. Und wer so einen neuen Anfang versucht "sollte sichüberlegen, wem er seine Daten gibt". Eine Schwachstelle sind in den Augen der Polizei Callcenter, über die viele Firmen ihre Geschäfte abwickeln und die oft mit Geringverdienern besetzt seien, die eher für Nebenverdienste wie den Datenhandel anfällig seien.




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