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Ort ist jetzt in der Dorferneuerung / Hannover vom Interesse und bisherigen Einsatz der Bürger beeindruckt

Klasse: Ganz Rolfshagen wird bis 2013 runderneuert

Rolfshagen (rnk). Es sind richtig gute Nachrichten, die Jens Schwerin und Kurt-Ulrich Schulz vorgestern verkündeten: Rolfshagen ist in die Dorferneuerung aufgenommen worden. Der Ort gehört zu den 73 neuen Dorfentwicklungsverfahren, die in Niedersachsen neu aufgenommen wurden. Warum Rolfshagen ausgewählt wurde, erläuterten die Mitarbeiter der "Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften Hannover" (GLL) vorgestern Bürgermeister Thomas Priemer und Rolfshagens Ortsvorsteher Rüdiger Teich. Und es werde viel Arbeit auf sie zukommen, prophezeiten die Besucher aus der Landeshauptstadt.

Der innerörtliche Verkehr kommt auf den Prüfstand - vor allem an

Für die Aufnahme von Rolfshagen mit seinen 1868 Einwohnern in das Dorferneuerungsprogramm habe vor allem gesprochen, dass es eine rege und sehr aktive Dorfgemeinschaft gibt, die schon mehrere Projekte in eigener Initiative umsetzte. Außerdem sei die Gemeinde Auetal Teil der Leader-plus-Region "Westliches Weserbergland", das Regionale Entwicklungskonzept betone die Notwendigkeit von Dorferneuerung zur Erhaltung und Entwicklung der ländlichen Siedlungen, führte Schulz aus. Rolfshagen selbst sei eine alte Hagensiedlung, im Ort wirtschaften noch sieben landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe (davon zwei Reiterhöfe und ein Rinderzuchtbetrieb) sowie verschiedene Nebenerwerbsbetriebe, deren Erzeugung jedoch im Wesentlichen der Selbstversorgung diene. Es bestünden keine Anzeichen für die Aufgabe von Höfen; die Nachfolge sei geregelt. Es seien keine Leerstände zu verzeichnen. In Rolfshagen befinden zudem sich noch verschiedene Betriebe. Die gewerbliche Infrastruktur sei "insgesamt als vergleichsweise gut" einzustufen. Der Wunsch, in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, ist schon etwasälter - er wurde im Jahr 2001 in der Dorfgemeinschaft geäußert: Man wollte etwas für die Entwicklung des Ortes zu tun. Daraufhin wurde das Planungsbüro Stadtlandschaft beauftragt, eine städtebauliche Entwicklungsplanung zu erarbeiten. Die vorgelegten Ergebnisse sowie die zur Mitarbeit bereiteDorfbevölkerung bestärkten die Gemeinde Auetal im Jahr 2004 darin, die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm zu beantragen. Das Interesse der Bürger an einer Dorferneuerung ist äußerst ausgeprägt, betonten Schulz und Schwerin: Immerhin bestehe seit 2001 der Verein "Rolfshagen aktiv", der seit seiner Gründung durch zahlreiche Aktionen bereits Beiträge zur Steigerung der Attraktivität des Ortes und für die Gemeinschaft leistete. So wurde der Multifunktionsplatz am Freibad eingerichtet, wurden Straßenbäume angepflanzt, eine Dorfchronik erstellt, die Uhr an der Alten Schule restauriert, habe es einen Weihnachtsmarkt und auch eine Homepage gegeben. Wünsche für die Zukunft betreffen die Schaffung eines Dorfmittelpunktes durch Gestaltung des Vorplatzes an der Alten Schule, Maßnahmen zur Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse an der Rolfshagener Straße, die Gestaltung von Einmündungsbereichen zur Entschärfung, Straßenraumgestaltung, Begrünung, die Neugestaltung der Ortseingänge. Dazu kommen Maßnahmen zur Verbesserung des Radtourismus wie eine Ausschilderung und des Hochwasserschutzes. In Rolfshagen zeige sich der Ursprung als Hagenhufensiedlung nur noch in Teilbereichen: Borsteler Bruch, Reihe, Zum Horsthof, Kühler Grund, Hülsenbrink - mit alten Hofanlagen und weiterer ortsbildprägender Bausubstanz. Mit Hilfe der Dorferneuerung werde eine Aufwertung des Ortsbildes angestrebt, bei dem gestalterische Defizite beseitigt werden sollten - sowohl durch öffentliche Maßnahmen als auch private Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. Die Dorferneuerung läuft bis 2013, kann aber bis 2015 durchgeführt werden. Dann müssen allerdings die letzten Maßnahmen beendet sein. Als nächster Schritt muss ein Planer ausgewählt werden. Priemer kündigte an, bis 2013 sei jede Maßnahme abgearbeitet.

Soll zum Dorfmittelpunkt werden: Der Vorplatz der alten Schule i
  • Soll zum Dorfmittelpunkt werden: Der Vorplatz der alten Schule im Zentrum des Ortes.
Soll gemacht werden: Die Ortseingänge sollen bei der Dorferneuer
  • Soll gemacht werden: Die Ortseingänge sollen bei der Dorferneuerung neu gestaltet werden.
Dass "Rolfshagen aktiv" viel gemacht habe, hat die Entscheidung
  • Dass "Rolfshagen aktiv" viel gemacht habe, hat die Entscheidung in Hannover positiv beeinflusst: Unser Bild zeigt den Turm der Alten Schule, in dem wieder eine Uhr schlägt. Fotos: rnk/lau (3)
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