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Klare Worte beim Neujahrsempfang in Bakede

BAKEDE. Erfolg beim Kreiswettbewerb – Niederlage beim Radweg: Beim Neujahrsempfang fand Bakedes Ortsbürgermeister Rolf Wittich nicht nur lobende Worte. Sowohl in Sachen Feuerwehrbedarfsplan als auch beim Thema Straßensanierung bestehe dringend Klärungsbedarf.

Rolf Wittich macht auf Probleme aufmerksam. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Eine der größten Aufgaben für 2018 sei aber die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Eigentlich, betonte Wittich am Sonntag in seiner Ansprache, wollte er nach der Teilnahme 2005 nie wieder an dem Wettbewerb teilnehmen. Doch bei einer Tagung in Brandenburg habe er sich später vom Gegenteil überzeugen lassen.

Am Ende siegte Bakede im Kreiswettbewerb. „Jetzt geht es in die nächste Runde.“ Die Bewerbungsunterlagen seien bereits fertig und sollen in den kommenden Tagen dem Landkreis zugeschickt werden. Beim Regionsentscheid tritt Bakede gegen neun andere Dörfer an, in der ersten Jahreshälfte steht die Bereisung der Kommission an. Und genau dieser Termin solle bis ins letzte Detail geplant werden.

Was Wittich nämlich beim Besuch der Kommission für den Kreisentscheid ärgerte: Beim Rundgang war kaum jemand von den Bakedern dabei. „Wir müssen für den Regionswettbewerb auch Personen auf der Straße planen – wir dürfen nichts dem Zufall überlassen“, kündigt Wittich an.

Während es beim Wettbewerb immer weiter vorangeht, sei der Ortsrat mit dem Radweg zwischen Böbber und Bakede keinen Schritt weitergekommen. Seit Jahren fordern die Politiker eine Lösung und nahmen immer wieder Kontakt zum Landkreis auf – bisher ohne Ergebnis. Dabei ist der lang ersehnte Radweg schon seit 2009 in der Diskussion.

Auf Nachfrage, wie denn der Stand der Dinge sei, „bekamen wir die abenteuerlichsten Antworten, die mich nur zum Kopfschütteln bewegten“. Doch Aufgeben komme für Wittich nicht in Frage – ganz im Gegenteil. „Wir sollten in unseren Bemühungen, den Radweg zu fordern, nicht nachlassen. Wir müssen Druck machen.“

Auch bei der Forderung, rund um Böbber das Tempo auf 70 Stundenkilometer zu reduzieren, solle nicht nachgelassen werden. „Damals lehnte die Straßenverkehrsbehörde das ab. Ich wiederhole die Antwort lieber nicht, die ich damals bekam.“ Doch 2017 sei es genau dort zu mehreren Unfällen gekommen. Autos landeten neben der Straße, auch ein Anhänger eines Treckers kippte um. Eine Mutter aus Böbber habe sich Sorgen gemacht, auch um ihr eigenes Kind, und nahm Kontakt mit der Verkehrsbehörde auf. „Es kam bisher keine Antwort.“ Es sollen aber Zählplatten auf die Straße gelegt worden sein, habe Wittich später erfahren. „Es wird spannend, was und ob etwas passiert.“

Am Ende gab es für Wittich von Bürgermeister Hartmut Büttner gleich eine Einladung zum Gespräch, um die von Wittich angesprochenen Themen nachzuarbeiten. „Es waren sehr kritische und engagierte Worte. Wir sollten im Zweifel einmal mehr statt einmal zu wenig miteinander sprechen, um einen gemeinsamen Weg zu finden“, entgegnete Büttner zum Abschluss des gut besuchten Neujahrsempfangs.

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