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Vor Gericht: Haftbefehl erlassen / Versuchter Einbruch in Bückeburger Imbiss

Kirchendieb muss erneut vor Gericht

Bückeburg (ly). Der Rückfall ließ offenbar nicht lange auf sich warten: Nur zehn Tage nach einer Verurteilung wegen dreier Einbrüche soll ein Portaner Kir chendieb (21) im Juni versucht haben, in einen Imbiss am Hasengarten einzusteigen. Kurz nach Mitternacht hatten Polizisten den jungen Mann am Tatort festgenommen. Mit einem Stein war eine Fensterscheibe des Imbisses eingeworfen worden. Kürzlich sollte die Sache vor dem Bückeburger Amtsgericht verhandelt werden, doch der Angeklagte erschien nicht zum Prozess. Richter Armin Böhm hat die Hauptverhandlung daraufhin ausgesetzt und Haftbefehl erlassen. Staatsanwalt Dieter Liese wirft dem Angeklagten, dessen Wohnort zuletzt unbekannt war, versuchten Diebstahl im besonders schweren Fall vor.

Ebenfalls im Juni war der heute 21-Jährige bereits wegen dreier Taten verurteilt worden, bei denen die Beute zwar relativ gering war, die aber als besonders schäbig gelten, weil es um Diebstähle aus Gotteshäusern ging. Acht Monate Jugendstrafe mit Bewährung hatte das Mindener Amtsgericht verhängt. In die Hände gefallen war dem Kirchendieb, der Komplizen hatte, Geld aus Opferstöcken. Eingebrochen war der Portaner in die Kirchen von Eisbergen und Kleinenbremen sowie die Bückeburger Stadtkirche. Der Sachschaden ging in die Tausende, weil der oder die Täter jeweils Scheiben aus Blei- und Kristallglas zerstört hatten. Im Dezember war aus der Kleinenbremer Kirche ein Opferstock mit 50 Euro gestohlen worden. Mitte Januar traf es die Stadtkirche. Beute: 100 Euro aus einem Opferkasten, dazu ein Tresorwürfel mit 110 Euro. Nach der dritten Tat, einem Einbruch in die Eisberger Kirche Ende Januar, hatte eine Polizeistreife nachts zunächst zwei Verdächtige in der Nähe des Bahnübergangs festgenommen. Bei der näheren Überprüfung fanden die Beamten Einbruchswerkzeug sowie einen unweit des Tatorts geparkten Wagen, in dem der dritte Mann saß. In Eisbergen war der Opferstock zuvor geleert worden. Deshalb fielen den Kirchendieben dort lediglich zehn Euro in die Hände. Im Mindener Prozess war ein Komplize, ebenfalls aus Porta Westfalica, zu 900 Euro Geldbuße verurteilt worden, während das Verfahren gegen den dritten Mann eingestellt wurde. Sobald er gefasst ist, muss sich der 21-jährige Haupttäter noch für den mutmaßlichen Einbruch in den Imbiss verantworten.




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