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800 begeisterte Fans feiern Lina – den Star aus „Bibi & Tina“ – im Capitol

Kinoleinwand gegen Konzerthalle eingetauscht

HANNOVER. Ob Johnny Depp (The Hollywood Vampires), Jan Josef Liefers (Radio Dora) oder Kevin Costner (Modern West) – sie alle tauschten bereits erfolgreich das Drehbuch gegen einen Notenschlüssel. So auch Lina Larissa Strahl, die mit ihren drei preisgekrönten „Bibi & Tina“-Kinofilmen bis dato mehr als zwei Millionen Besucher in die Lichtspielhäuser lockte. 2015 mit dem Sonderpreis des „New Faces Award“ für ihre schauspielerische Leistung in der Filmreihe ausgezeichnet, startet das Allroundtalent unter dem Künstlernamen „Lina“ jetzt auch ihre Musikkarriere.

Autor:

von lars andersen

Stimmung wie bei einem Boygroup-Konzert – die Erst- und Zweitklässler haben das Capitol fest in der Hand. Dass viele noch am Rockzipfel von Mami hängen, stört die Kids wenig – schließlich steht ja gleich ihr Idol „Bibi“ auf der Bühne.

Ohrenbetäubender Lärm, als die 18-Jährige die Bühne betritt und mit „Wie ich bin“, „Das Beste“ und „Idiot“ drei Songs aus ihrem Debütalbum „Official“ performt. Leider ist bei Showbeginn kaum etwas von ihrer dünnen Stimme zu hören – das wird auch im Laufe der Show nicht wesentlich besser. „Hannover, ich bin gut drauf, ihr auch?“, ruft sie gefühlte 20 Mal zu ihren Fans, die mit einem lauten „Jaaaaaaaa“ antworten. Tolle Geste der Tour-Verantwortlichen und des Veranstalters: Man trotzt den Saunatemperaturen, indem man die Konzertbesucher mit Wasser versorgt und auf diese Weise Schlimmeres verhindert.

Lina wirkt unsicher, räuspert sich zudem oft – man hat das Gefühl, dass sie eine leichte Erkältung plagt. Die jungen Konzertbesucher sind textsicher – Linas Texte bedeuten den Mädchen etwas. „Auf einmal habe ich nicht mehr nur für mich selbst geschrieben“, erklärte sie vor Kurzem in einem Interview.

Lina singt, tanzt und flachst sich durch ihre 70-minütige Show. Texte und konzertfotos: Lars Andersen

„Freakin’ Out“ erklingt, der Titel, mit dem die in Seelze/Hannover geborene Sängerin im Frühjahr 2013 den vom Fernsehsender KiKA ausgetragenen Wettbewerb „Dein Song“ gewann. Das dazugehörige Video, auf dem auch Sängerin Mia zu hören und sehen ist, wurde danach mehr als fünf Millionen Mal bei Youtube aufgerufen. Nach 70 Minuten gab es als Zugabe „Unser Platz“ und „Ohne dieses Gefühl“.

Man sollte trotzdem nicht zu hart mit der sympathischen Newcomerin ins Gericht gehen. Die Regeln des Musikgeschäfts sind schonungslos – oft dauert es Jahre, bis sich junge Künstler etablieren können. „Learning by doing“ – Lina, du schaffst das schon.




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