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Kinderwehren treffen sich zur Abnahme der Kinderflamme

FLEGESSEN. „Da muss man Knoten kennen, wissen, was ein Feuer so braucht und wie die Autos heißen“, erklärt die achtjährige Lena. Zusammen mit 37 Kindern aus 12 Wehren aus dem Kreisgebiet ist sie nach Flegessen gekommen, um im Feuerwehrgerätehaus am Lohweg zu zeigen, was sie schon alles kann

Neben praktischen Aufgaben, wie etwa der richtigen Bedienung eines Feuerlöschers, müssen sich die Kinder auch in der Theorie beweisen (kleines Bild). Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Mit dabei sind auch die „Flammenhopser“ aus Aerzen, die „Feuerbälle“ aus Grohnde, die Oldendorfer „Löschzwerge“ und die „Löschtiger“ aus Heßlingen. Ihnen allen winkt am Ende der kleinen Übung das begehrte Abzeichen der „Kinderflamme Stufe 3“.

In spielerischer Form wird der kleine Feuerwehrnachwuchs auf diese Weise an das notwendige Know-how herangeführt. Außerdem gibt es für Kinder und Eltern Kaffee und Kuchen, Spiele und viel Spaß. An fünf Stationen können die Nachwuchsfeuerwehrleute zeigen, was sie schon alles wissen und können.

Am Feuerlöscher etwa macht Brian niemand was vor. Lasche abziehen und los geht´s. Das Wasser ist zwar braun und abgestanden, trotzdem gilt: Immer mit dem Wind spritzen.

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Auch Teamarbeit ist gefragt, und die Kinder müssen Ausrüstungsgegenstände erkennen. Sie werden an diesem Vormittag von einem guten Dutzend ehrenamtlicher Helfer betreut. „Wir führen sie damit an die Jugendfeuerwehr heran“, erklärt Silvia Ebbighausen. Die 42-Jährige ist Fachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehren im Landkreis Hameln-Pyrmont. Sieger oder Verlierer gibt es nicht.

„Toll, wie begeistert die sind“, kommentiert auch der stellvertretende Stadtbürgermeister Uwe-Peter Keil den fröhlichen Trubel im Feuerwehrgerätehaus.

Auf Landesebene hat man sich gegen eine Uniformierung ausgesprochen, und so treten viele Kinder in T-Shirts und Schutzkleidung zur Abnahme der Kinderflamme an. Rechtlich sind sie aber schon echte Feuerwehrleute, denn sie gehören zur richtigen Feuerwehr. „Und sind über die Feuerwehrunfallkasse auch versichert“, sagt Kreisfeuerwehrjugendwart Thomas Kurbgeweit. Und: Die Nachwuchssituation ist gut, bestätigen Kurbgeweit und Ebbighausen.

„Was ab zehn Jahren oben raus zur Jugendfeuerwehr geht, das kommt derzeit infolge der guten Arbeit der Brandschutzerzieher in den Schulen und Kindergärten unten wieder rein.“ Gut die Hälfte der Mitglieder der Kinderfeuerwehr bleibt treu. „Wer einmal bei der Jugendfeuerwehr ist, der bleibt auch“, stellt Kurbgeweit zufrieden fest. 34 Wehren mit gut 400 Kindern gibt es derzeit im Landkreis. „Am stärksten in Afferde mit 34 Kindern“, berichtet er.

Bei der Abnahme der Kinderflamme sind alle hoch motiviert. „Da tut es mir richtig leid, dass ich statt bei der Feuer- bei der Bundeswehr war“, seufzt Keil, dem man ansieht, dass er am liebsten mitgemacht hätte.



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