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Samtgemeinde Rodenberg will verlässliche Zahlen ermitteln

Kindergarten schon ab 7 Uhr? Verwaltung fragt die Eltern

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Die Verwaltung wird den Bedarf für erweiterte Kindergartenzeiten ermitteln. Das wurde im Ausschuss für Jugend- Kindergarten-, Sport und Kulturangelegenheiten des Samtgemeinderates angeregt. Damit will die Verwaltung prüfen, ob es Bedarf gibt, Kinder bereits ab 7 Uhr zu betreuen und ob die Betreuungszeit auch mittags bis 14.30 Uhr ausgedehnt werden soll.

Der Ausschuss verständigte sich darauf aufgrund eines CDU-Antrags. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Volker Dahle (CDU) begründete den Vorschlag damit, dass die bestehenden Zeiten beispielsweise für Mütter mit einer Halbtagstätigkeit in Hannover nicht ausreichten. Die Verwaltung hatte vor der Ausschussitzung bereits in den Kindergärten nach dem Bedarf für solch ein Angebot gefragt. Wie Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann und Sachbearbeiter Reinhard Peter dem Ausschuss berichteten, ist die Zahl der Interessenten bisher gering. Nur drei Kinder in Rodenberg und zwei in Lauenau würden derzeit um 7 Uhr in die Betreuung kommen. Der Ausschuss verständigte sich aus Kostengründen darauf, frühere Öffnungszeiten nur für den Fall anzubieten, dass mindestens acht Kinder zusammenkommen. Die Verwaltung will in diesen Fällen eindeutige Zusagen der Eltern. "Eine Verbindlichkeit erwarten wir schon", sagte Peter. Um den Bedarf zu ermitteln, sollen sich Eltern in den Kindergärten melden. Auch die Verwaltung nimmt unter (05723) 7 05 15 die Wünsche auf. Es wurde angeregt, in den Anmeldebögen für die Kindergärten bereits eine Voranfrage einzuarbeiten. So bekomme die Verwaltung bei jedem Kind einen Überblick über die gewünschten Betreuungszeiten. Peter Friedrichkeit (SPD) fragte nach den zusätzlichen Kosten. "Eine Stunde kostet uns 350 Euro", so Heilmann. Wenn die Eltern 20 Euro beisteuerten, so käme man bei acht Kindern auf 160 Euro. Den Rest müsse die Samtgemeinde finanzieren. Heilmann wies auch darauf hin, dass beim Übergang zur Schule ohnehin das Problem wieder auftauche, dassdie Kinder erst ab 8 Uhr betreut würden. Ein weiterer CDU-Antrag zur Einrichtung von mehr Krippenplätzen für Kinder ab zwei Jahren wurde zur Kenntnis genommen aber nicht weiter verfolgt. "Das ist Schnee vom vergangenen Jahr", sagte Heilmann. In der Samtgemeinde werden in Lauenau bereits Krippenplätze angeboten. Für eine eigene Gruppe stünden weder die Kapazitäten bereit, noch würde es genügend Nachfragen geben. Von 13 Eltern, die im Dezember noch einen Krippenplatz wünschten, seien acht übrig geblieben, so Peter. Davon müsse bei zwei Kindern noch geprüft werden, ob sie eine gesonderte Betreuung benötigen. Den anderen könne auch unter den gegebenen Bedingungen geholfen werden.

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