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Erste Bürgersolaranlage wird installiert

Kindergarten kriegt ordentlich was aufs Dach

Rodenberg (bab). Die "Solargemeinschaft Rodenberg I" beginnt jetzt mit der Installation der Bürgersolaranlage auf dem Kindergarten am Mozartweg. Bereits in der kommenden Woche soll der erste Strom aus Sonnenkraft über Rodenberg erzeugt werden.

Thomas Rector und Horst Roch von der Solargemeinschaft haben sich mit der Samtgemeindeüber den Zeitplan des Aufbaus der Anlage verständigt. Der Kindergarten ist in die Ferien gegangen und nun kann in der kommenden Woche damit begonnen werden, die Bürgersolaranlage aufzubauen. "Die Module müssen aufs Dach, und dann muss verkabelt und montiert werden", sagt Rector. Zuvor hatte sich die Solargemeinschaft bei einem Statiker versichert, dass die geplante Anlage vom Dach getragen wird und bekam grünes Licht. "Das gesamte Dach wird komplett belegt", sagt Rector. 22 "Kilowatt peak" ist sei die Leistungsfähigkeit der Anlage. Rector ist froh, dass die Firma "Elektroma" aus Hameln, den relativ kurzfristig verabredeten Termin wahrnehmen kann und die Anlage wohl in der 33. Kalenderwoche ans Netzgehen wird. Wenn alles nach Plan läuft. 16 Bürger aus Rodenberg und Umgebung haben Kapital für die Photovoltaikanlage beigesteuert, die rund 102 000 Euro kostet. Für alle Anlagen, die in diesem Jahr noch ans Netz gehen, gibt es noch den Höchstbetrag (46,75 Cent pro gelieferter Kilowattstunde). Ab kommenden Jahr erstatten die Energiekonzerne weniger, weil die staatliche Förderung zugunsten der Windenergie umgeschichtet wird, wie die Experten der Solargemeinschaft bereits im Vorfeld angekündigt haben. Wenn die Investitionskosten sich amortisiert haben, verdienen die Anteilseigner mit jeder Kilowattstunde Geld. Doch für die "Lokale Agenda 21", deren Mitglied Rector ist, ist die Nachhaltigkeit und der Umweltschutz das Hauptargument für die Beteiligung an einer solchen Anlage. "Bei der Bank würde mehr Rendite erzielt", gibt er zu. Deshalb sei selbstverständlich viel Idealismus dabei. Die 16 Vorreiter kommen zwar in den Genuss einer höheren Förderung als Interessenten, die erst 2009 tätig werden, Rector glaubt aber, dass die Investitionen in Sonnenenergie sich weiter lohnen. "Die Anlagen werden günstiger und immer leistungsfähiger", sagt er. Die "Agenda" hat vorgesorgt, falls sich in der Samtgemeinde - wie in anderen Kommunen zuvor auch - genug Bürger für eine weitere Anlage finden. Mit der Verwaltung sei abgestimmt, dass das Dach des neuen Bauhofs genutzt werden könnte. "Das wäre auch ideal", sagt Rector, weil es einen Neigungswinkel von 30 Grad besitze. Das Dach des Kindergartens am Mozartweg ist jedenfalls dicht. "Das haben wir mit der ersten Anlage komplett belegt", sagt er.




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