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Göbel-Konzept überzeugt Eilser Bauausschuss / Aber separater Eingang für TSV und Jugendliche

Kindergarten: Grünes Licht für den Planer

Eilsen (tw). Der zügige Bau des - zweiten - Kindergartens an der Schulstraße rückt einen großen Schritt näher: Der Eilser Bauausschuss unter Vorsitz von Heinz Grabbe (SPD) hat auf seiner jüngsten Zusammenkunft im Rathaus einstimmig empfohlen, dass der Stadthäger Planer Hermann Göbel auf Basis des vorliegenden Konzepts die für die Baugenehmigung erforderlichen Unterlagen vorbereitet.

Hermann Göbel

WichtigsteÄnderung, die Göbel auf Wunsch der Politiker, aber auch von Fruttuoso Piccolo in den überarbeiteten Entwurf aufnehmen wird: Das Jugendzentrum (JUZ) und der TSV Bad Eilsen sollen jeweils einen separaten Eingang erhalten. So soll verhindert werden, dass Jugendliche außerhalb der Öffnungszeiten Zugang zum Foyer haben - das ist bislang der Fall, wenn die TSV-Büros im Obergeschoss geöffnet sind. Die Pläne, wie sie Göbel den Politikern im Beisein von Kindergartenleiterin Christel Feindt für den Neubau samt Zwischentrakt und JUZ-Altbau vorgestellt hat, im Einzelnen: Der mit einer roten Klinkerfassade versehene zweigeschossige Neubau (Nutzfläche: 208 Quadratmeter) soll im Erdgeschoss zwei Gruppenräume mit einer Größe von jeweils 50 Quadratmetern beherbergen. Dazwischen wird, von beiden Räumen erreichbar, der Sanitärtrakt untergebracht; dahinter liegt, in eine Nische des Flurs integriert, der 12 Quadratmeter große Garderobenbereich der Kinder. Schön dabei: Die "Bewegungsfläche" für die Kleinen reicht bis in das nach rechts abknickende Foyer hinein. Auf das Gebäude selbst kommt ein Walmdach mit einer Eindeckung aus roten Ziegeln. Der Zwischentrakt (Nutzfläche: 57 Quadratmeter) selbst beinhaltet künftig das 29 Quadratmeter große Foyer, den 15 Quadratmeter großen Raum der Leiterin, den Windfang und ein Nebengelass für Putzmittel. Der Bau erhält ein geneigtes Dach aus Zinkblech. Im Erdgeschoss des JUZ-Altbaus (Nutzfläche: 150 Quadratmeter) entfällt der größte Bereich auf einen Mehrzweckraum mit 65 Quadratmetern. Göbel: "Um die Kosten zu minimieren, habe ich Wert darauf gelegt, dass das JUZ so wenig wie möglich ,angefasst' wird." Auf den Altbau kommt ein Satteldach, die Fassade erhält eine verputzte "Wärmehaut", die den Baukörper besser als bislang gegen Feuchtigkeit isolieren soll und die farblich dem Neubau angepasst wird. Das Obergeschoss des Neubaus soll dagegen - zunächst - nicht ausgebaut werden; eben das hatte Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann gegenüber der Landes-Zeitung bereits angedeutet (wir berichteten). Im Außenbereich steht den Kindern eine Freifläche von 1200 Quadratmetern zur Verfügung. Eine längere Zeitspanne nahm beim Vorstellen der Pläne die Frage nach dem Schaffen von Hortplätzen im Neubau ein: "Wollen wir in Eilsen eine echte Hortgruppe einrichten? Und - wenn ja - wo und wann?", so Feindt. Grabbe: "Wir müssen zunächst den Bedarf an Hortplätzen in Eilsen ermitteln." Außerdem müsste ein Hort "eigentlich" in der Schule untergebracht werden, "da gehört er hin". Indes: Laut Schönemann muss Rektor Joachim Preuß seine Schule 2006/2007 aufgrund der relativ großen Schülerzahl dreizügig fahren ... Mit der Option, den Neubau aufzustocken, um dort eine Hortgruppe einzurichten, könne die Samtgemeinde in jedem Fall "flexibel" auf die Nachfrage reagieren. Zumal besagtes Aufstocken im Bedarfsfall innerhalb weniger Wochen erfolgen könne. Es "auf Verdacht" sofort zu tun, sei dagegen der falsche Weg. Denn die Erfahrung anderer Kommunen zeige, dass nicht wenige Eltern zunächst Bedarf anmelden, das Angebot dann später aber nicht in Anspruch nehmen würden. Weiterer Gang der Dinge: Am Montag, 12. März, tagt der Samtgemeinde-Ausschuss; zu diesem Zeitpunkt soll Hermann Göbel bereits eine erste - grobe - Aufstellung der Kosten vorlegen. Das entscheidende Wort in Sachen Neubau hat dann am Donnerstag, 22. März, der Eilser Rat im Dorfgemeinschaftshaus Buchholz.

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