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Elterninitiative wartet auf Spielplatz für Bad Nenndorfs Kurpark

Kinder wollen mehr Spaß haben

Bad Nenndorf (tes). Der Wunsch nach einem Spielplatz im Kurpark eint Nenndorfer Kinder seit langem: Mit Unterschriftenaktion und Antrag an den Rat hat eine Elterninitiative im Januar 2007 für dieses Anliegen gekämpft - und wähnte sich mit fast 1000 Fürsprechern bereits am Ziel. Als die Liste an Bürgermeisterin Gudrun Olk überreicht wurde, gab es von vielen Ratsleuten grünes Licht. Das war vor mehr als einem Jahr. "Seither hat sich nichts mehr getan", erklärt Jörg Hille beim Ortstermin im Kurpark. Nur ein Schaukelreifen sei an der Kurpromenade aufgehängt worden. Eltern und Kinder sind enttäuscht.

"Die Kinder sind sauer", bedauert Hille, dass alle vergeblich auf Fortschritte warten. "Auch im Rathaus war keine Information zum Sachstand zu bekommen." Der Familienvater will jetzt protestieren und einen Beschwerdebrief aufsetzen. Beim Ortstermin vor einem Jahr hatte Stadtdirektor Bernd Reese betont, dass der Kurpark, aufgrund der neuen Situation nach der Teilkommunalisierung, anders genutzt werden kann, jedoch unter Denkmalschutz steht. Deshalb sollte zuvor geklärt werden, wie ein Spielplatz dem kulturhistorischen Charakter des Kurparks angepasst werden kann. Als Standort favorisierten Eltern und Ratsleute damalsübereinstimmend die Fläche oberhalb des Minigolfplatzes. Dieser Konsens scheint passé zu sein: Dieser Plan ist nach Angaben von WGN- Ratsfrau Rosemarie Börner wieder verworfen, das Thema Spielplatz vorerst zurückgestellt und bisher in keinem Gremium diskutiert worden. Die Politik warte auf das Gesamtkonzept für den Kurpark. NachÜberzeugung der Eltern könnte ein Spielplatz in diesem Bereich das Zentrum beleben. Zudem finanzierten die Bürger den Kurpark. "Dann muss dieser auch für alle etwas bieten", so Hille. "Jede Stadt hat einen Spielplatz in ihren Grünan lagen", hält Beate Wagner dies als "ganz dringend nötig." Die jungen Bürger fühlen sich vernachlässigt. Im Jeromeweg sei ein Großteil der Geräte abgebaut worden, andere Spielplätze "voll mit Disteln". An Ideen mangelt es der Initiative nicht. Ein ganz bunter Spielplatz soll es werden, angepasst an die Bedingungen des Kurparks. Kletterbäume und Wasserspiele wären optimal, sind Jasmina und Isabelle überzeugt. Weitere Wünsche sind ein großer Busch zum Verstecken, eine Seilbahn oder ein kleines Spielhaus. Anna Marie träumt von einer Inlinerbahn. "Dann werden die Fußgänger nicht gestört." Schon 2006 war Maximilian Kaiser im Rahmen der Weltkindertagsaktion "Wünsche an den Bürgermeister" mit seinen Spielplatzplänen auf offene Ohren gestoßen. Bis heute ist die Bereitschaft der Kinder und Eltern, an der Planung mitzuwirken ungebrochen. Mehr noch: Um die Kosten für die Stadt zu reduzieren, bieten Hille und Manuela Trost an, Sponsoren für Entwürfe oder Material zu suchen. Zudem wollen Kinder und Eltern an entsprechenden Sitzungen im Rathaus teilnehmen. Wiebke Flock setzt auf Zusammenarbeit: "Zur Erarbeitung des Konzepts gehören die Eltern dazu."




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