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Landesbischof kritisiert Familienpolitik / Familienarbeit gleichrangig

"Kinder sind alarmierendes Armutsrisiko"

Bückeburg. Die jahrzehntelange Benachteiligung der Familien mit Kindern durch die Politik kritisierte Landesbischof Jürgen Johannesdotter in seinem Bericht auf der Frühjahrssynode in Pollhagen. Unter Hinweis auf den kürzlich vorgelegten Armutsbericht der Bundesregierung warnte Johannesdotter vor den Folgen dieser Politik, denn Kinder seien "zu einem alarmierenden Armutsrisiko geworden". Die Würde der Kinder verbiete es aber, "sie als Mittel zum Zweck zu missbrauchen". "Sie sind um ihrer selbst willen wichtig, nicht nur als künftige Erwerbstätige, Pflegende, Steuer- und Beitragszahler", sagte der Landesbischof.

Weil heute Frauen und Männer verschiedene Lebensziele gleichzeitig zu verwirklichen suchten, stelle sich auch die Frage, warum Familienarbeit nicht gleichrangig neben Erwerbsarbeit stehen könne. Chancengerechtigkeit sei nur mit Verteilungsgerechtigkeit zu haben. Der Bischof forderte die Gemeinden der Landeskirche auf, durch Aktionen Signale zu setzten. Damit meine er konkrete Hilfen im Einzelfall, aber auch Bewusstseinsförderung in den Gemeinden.




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