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Die Erhaltung der Schulen und Investitionen Thema bei der Podiumsdiskussion

Kinder haben zentrale Bedeutung

Samtgemeinde Niedernwöhren (tbh). Zahlreiche Bürger sind am Montagabend zu der von den Grünen, der Wählergemeinschaft und den Schaumburger Nachrichten organisierten Podiumsdiskussion im „Alten Krug“ in Niedernwöhren gekommen. Sie wollten den Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters persönlich auf den Zahn fühlen. Diskutiert wurde über die Erhaltung der Grundschulstandorte, Betreuungs-, Pflege- und Wohnangebote für Senioren, die Zukunft der „Badewonne“, die geplante Fusion der Ortsfeuerwehren und kommunale Selbstverwaltung. Walter Hartmann, parteiloser Bewerber, Gerd Wischhöfer, Ratsmitglied und Fraktionsvorsitzender der SPD, sowie Marc Busse, ebenfalls parteilos, stellten sich den Fragen des SN-Redakteurs Guido Scholl, der als Moderator durch den Abend führte.

Bei der Frage nach der Erhaltung der Schulstandorte waren sich die Kandidaten darüber einig, dass die Kinderbetreuung ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur ist und Kinder die Zukunft der Gemeinde bedeuten. „Wir müssen aber realistisch bleiben und sehen, wie sich die Kinderzahlen entwickeln“, betonte Busse. Gerade im Hinblick auf die für 2018 festgelegte Form der „Barrierefreien Inklusiven Schulen“ , müsse man sehen, was sich die Samtgemeinde leisten könne. Busse rechnet mit Umbaukosten von etwa 400 000 Euro pro Schule.

„Die Bildung unserer Kinder sollte uns das Geld wert sein“, sagte Wischhöfer. Er war der Meinung, dass die Schulen zunächst auf ihre Ausbaumöglichkeiten hin überprüft werden sollten, bevor über Kosten gesprochen werde. Grundsätzlich lege er aber Wert auf eine Absprache mit allen Beteiligten und eine kindgerechte Umsetzung. Hartmann sprach sich ebenfalls dafür aus, auch kleine Schulen in den jeweiligen Orten zu erhalten, damit die Kinder den Kontakt zu ihren Wohnorten nicht verlieren.

„Man kann nur investieren, wenn man sich das leisten kann“, gab Busse zu Protokoll. Das Geld, was er in seiner Funktion als Kämmerer verwalte, sei schließlich das Geld der Bürger und damit müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. Eine Schule mit nicht mal 40 Kindern würde sich wirtschaftlich einfach nicht lohnen. „Wenn wir das Geld aus dem Fenster werfen, sind wir als Gemeinde über kurz oder lang nicht mehr handlungsfähig“, erklärte der Kämmerer. Er sei zudem nicht bereit, die Samtgemeinde in die Verschuldung zu treiben. Statt alle Schulen zu erhalten, könnte man seiner Ansicht nach die Attraktivität einzelner Standorte steigern, zum Beispiel durch die Einführung von Ganztagsschulen.




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