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Silvia und Peter Stoll fahren auf Motorräder ab / Hohe Geschwindigkeit verpasst ihnen einen "Kick"

Kilometer fressen und Kurven räubern...

Hespe (mw). Silvia und Peter Stoll sind vom Motorrad-"Virus" infiziert. Tausende und abertausende Kilometer reißen die Eheleute mit ihren schweren Maschinen alljährlich ab. Vor einiger Zeit haben sie ihr Hobby sogar zum Beruf gemacht.

"Der Weg ist das Ziel", sagt Peter Stoll, der derzeit eine 197 PS starke Suzuki Hayabusa bewegt. Neben den von ihm mit "Kilometer fressen" umschriebenen Langstreckentouren erfreuen insbesondere kurvenreiche Landschaften ("Nur geradeaus macht ja keinen Spaß") sein Motorradfahrerherz. Es sei "das Gefühl der Freiheit", das ihn begeistert, erklärte der 45-Jährige. "Und man vergisst alle anderen Sachen, die einem im Kopf herumschwirren." Auf dem Motorrad nehme man zudem die Natur intensiver wahr als hinter dem Steuer eines Autos. Bei Autobahnetappen darf es aber durchaus flott zur Sache gehen, sofern es der Verkehr zulässt. Hohe Geschwindigkeiten verpassen ihm regelmäßig einen "Kick", gibt der Hesper zu. So etwa, wenn seine Maschine aufgrund deren brachialer Beschleunigung "nach fünf Sekunden bei 200 Stundenkilometern" sei - was freilich noch lange nicht das Limit des Tachometers bedeutet. Dessen Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 300. Insgesamt rund 250 000 Straßenkilometer hat Peter Stoll nach eigenen Angaben schon mit Motorrädern "abgerissen", davon allein rund 35 000 im Jahr 2005. Auf bis zu 20 000 Motorradkilometer pro Jahr bringt es seine Ehefrau Silvia Stoll, die solch stattliche Fahrleistung ebenfalls als Vergnügen empfindet. "Moppedfahren ist entspannend", ergänzt die 40-Jährige, die ihre private PS-Schleuder vor Kurzem verkauft hat und sich nun nach einem neuen Krad umsieht. Zudem mache das "Eins-sein mit der Maschine" einen Reiz aus. "Wir haben von 2002 bis 2005 ungefähr 20 verschiedene Motorräder gehabt", beschreibt Peter Stoll den damaligen persönlichen Fuhrpark. Bis zu vier große Maschinen seien dabei in Spitzenzeiten zugelassen gewesen. "Da sind wir krank", lacht er. Irgendwann sei die Idee geboren worden, einen Motorradhandel zu eröffnen, und top-gepflegte, gebrauchte Motorräder zu verkaufen, die sie auch für sich selber kaufen würden, berichtet Silvia Stoll. Im Jahr 2005 habe sie sich schließlich mit ihrer Firma "SSB - Super Sport Bikes" selbstständig gemacht und in 2006 ein Ladengeschäft (zunächst in Stadthagen) eröffnet. Mittlerweile betreibt sie ihr Motorradgeschäft in Meerbeck. Allein im Jahr 2007 habe man 270 bis 280 Zweiräder verkauft, zeigt sich Ehemann Peter Stoll - der zugleich einer der beiden Angestellten ist - stolz. "Das ist schon mal ein Ballon."




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