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Der Ceed GT ist ein ernster Konkurrent für den Golf GTI und andere Modelle

Kia wird sportlich

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Autor:

Henner-E. Kerl

KIA, bisher mehr Synonym für konservative, zuverlässige und qualitativ anspruchsvolle Autos, macht nun gezielt Jagd auf sportlich ambitionierte Fahrer und mischt den Markt der kompakten Flitzer mit dem GT (Gran Turismo) im Namenszug gewaltig auf: Ceed GT heißt die koreanische Herausforderung für Golf GTI und andere Modelle dieser Fahrzeugklasse.

Wenn der ganz auf Power getrimmte Golf weiter das Maß aller Dinge in seiner Klasse bleibt, in Wolfsburg dürfte man mit Argusaugen auf den Konkurrenten blicken. Der ist zwar mit seinen 204 PS unter der Haube um 16 PS schwächer und sieht beim Tempovergleich nur die Rücklichter des Golf GTI, dafür ist er für rund 5000 Euro weniger zu haben und läuft obendrein mit einer siebenjährigen Hersteller- und auch Mobilitätsgarantie vom Band.

Doch nicht nur sein Preis macht den Ceed zum Erfolgsgaranten. Die Schmiede des von VW zu KIA gewechselten Chefdesigners Peter Schreyer hat ganze Arbeit geleistet und den Kompakten in ein attraktives Kleid gepackt. Der neu gestaltete Kühlergrill mit dem GT-Logo, die Scheinwerfereinheiten mit den vier LED-Taglicht-Spots, die tiefer gezogenen Sportstoßfänger, die breiten Schweller, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, rot lackierte Bremssättel und das bullige Heck mit dem Doppelendrohr verleihen dem Ceed eine besondere Note mit sportlich anmutendem Touch. Und der passt wie ein Maßanzug zur Technik unter der Haube. Denn da arbeitet ein auf Toppleistung getrimmter 1,6 Liter-Turbo-Benziner. 204 PS stark wuchtet er über ein Sechsganggetriebe 265 Newtonmeter auf die Vorderachse, bringt den Ceed in 7,7 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und macht ihn bis zu 230 km/h schnell. Der Durchschnittsverbrauch liegt dabei laut Werksangaben bei 7,7 Litern. Das Fahrwerk wurde gegenüber dem des Grundmodells deutlich modifiziert und straffer abgestimmt. Allerdings nicht kompromisslos, sodass man Unebenheiten auf der Fahrbahn kaum spürt und der Komfort einer Reiselimousine durchaus erhalten bleibt. Zugleich aber zeigt sich der Koreaner als agiler Kurvenjäger mit einer Straßenlage, an der es nichts auszusetzen gibt, und die Fahrspaß pur garantiert. Zu alledem passt das Interieur mit den Recaro-Sportsitzen und dem doch recht eigenwillig gestalteten Cockpit, bei dem sich per Knopfdruck das herkömmliche Tachometer in eine digitales verwandelt – eine Spielerei wie manch andere, zwar nicht unbedingt erforderlich, aber irgendwie auch wieder schön.

Zum Verkaufsstart im September gibt es den sportlichsten aller bisherigen KIA-Modelle als Dreitürer (pro_ceed GT) ab 22 990 Euro und als Fünftürer ab 24 990 Euro. Dazu kommt eine in Deutschland auf 115 Exemplare begrenzte und knapp 30 000 Euro teure „First Edition“ mit zahlreichen exklusiven Extras an Bord.



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