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Was Schaumburgerüber die Zukunft der Atomkraft denken / Sorgen macht die Endlager-Frage

Kernenergie oder Wind- und Wasserkraft?

Stadthagen (jcp). Atomkraft - "Ja, bitte" oder "Nein, danke"? Diese Frage prägt aktuell die politische Debatte im Land mit. In einem Interview in der "Bild am Sonntag" erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich, Deutschland könne auf absehbare Zeit nicht auf Atomkraft verzichten. Ein verlockendes Argument der Befürworter: Geld. So könnten die Energiekonzerne im Gegenzug für eine Laufzeitverlängerung zu Strompreissenkungen veranlasst werden.

"Das wäre ja schön, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht daran, dass die Energiekonzerne da mitziehen", sagt Wilhelm Ohlendorf (70) aus Stadthagen. "Langfristig bin ich für einen Ausstieg aus der Atomenergie." "Wir haben mit Wind und Wasser genug Alternativen", glaubt Roswitha Henning (67), ebenfalls Stadthägerin. "Bei den alternativen Energien muss die technische Entwicklung schneller vorangetrieben werden." Andere sindüberzeugt: Atomstrom ist sicher und sauber. Wie der 18-jährige Kevin Worpetz aus Sachsenhagen: "Atomkraftwerke müssen richtig überwacht werden, aber ansonsten sind sie eine sinnvolle, sichere und gute Energiequelle." "Schlimm ist aber, dass nach wie vor keiner so richtig weiß, wo wir mit dem ganzen verstrahlten Müll hin sollen", gibt Oliver Oppermann aus Heuerßen zu bedenken. Und die Meinefelderin Sandra Grudzus (19) formuliert ihre Ansichten zur Atomkraft noch unmissverständlicher: "Wenn ich mich frage, ob Atomkraftwerke wohl gefährlich seien, denke ich einfach an Tschernobyl. Ich finde es schlicht bescheuert, an dieser Art der Energiegewinnung festhalten zu wollen." "Die Gefahr ist groß und der Verzicht langfristig gesehen das einzig Richtige", findet auch Claudia Wellendorf (34) aus Hannover. "Dass Strom jetzt angeblich günstiger werden soll, wenn wir der Atomkraft treu bleiben, ist für mich kein Argument." Der 72-jährige Meinefelder Willi Uhde fühlt sich in Sachen Atomstrom "zwiegespalten": "Wir brauchen nun einmal Strom. Unwohl wird mir allerdings, wenn ich an die nicht gelöste Endlager-Frage denke."




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