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Museumschef Michael Meier bringt Idee ins Spiel: Wandernde Handwerker restaurieren das Gebäude

Kellerstraßen-Ruine: warum nicht Herberge?

Bad Münder (st). Das Ackerbürgerhaus an der Kellerstraße 17 – eine echte Zwickmühle für die Stadt. Das Haus ist zu marode, um es an den Mann zu bringen, aber im Sinne des Denkmalschutzes noch zu wertvoll, um es abreißen zu dürfen. Eine Restaurierung ist weder für die Stadt noch für das Museumsteam, das nebenan das Handwerkerhaus unterhält, zu wuppen – einfach zu teuer. Doch der Kopf des Museumsteams, Michael Meier, hatte schon vor einiger Zeit eine pfiffige Idee, wie das Haus sowohl wieder auf Vordermann gebracht werden, als auch einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden könnte. In Meiers Kopf wird aus dem traurigen Gebäude eine schmucke Handwerkerherberge. Helmuth Mönkeberg hat die Idee jüngst dem Ortsrat vorgestellt, der sich nach der Wahl mit dem Thema beschäftigen möchte.

Nicht wirklich gut in Schuss: Das Ackerbürgerhaus ist abgesperrt.

„Die zuständige Mitarbeiterin des Kreises für Denkmalschutz, Alexandra Laske-Meyer, ist schon vor zwei Jahren einmal auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich nicht eine Idee hätte, was mit dem Haus passieren könnte“, erzählt Meyer. Überlegungen, das Haus wie das benachbarte Handwerkerhaus als Museum zu nutzen, wurden schnell verworfen. „Das hätte für unser ehrenamtliches Team und mich den Bogen des Machbaren einfach überspannt“, sagt Meyer. Aber ihm ist die Idee mit der Handwerkerherberge gekommen.

Und die geht so: „Es gibt immer noch zahlreiche umherziehende Handwerker auf Wanderschaft“, sagt Meyer. Diese könne man nach Bad Münder locken und ihre Arbeitskraft und ihr Fachwissen zur Restaurierung des Ackerbürgerhauses nutzen. Im Laufe der Zeit könnte aus dem Gebäude an der Kellerstraße dann eine Unterkunft für Wandergesellen entstehen. „So etwas gibt es in ganz Norddeutschland nicht“, sagt Meyer. Davon würden seiner Meinung nach nicht nur die Wandergesellen profitieren, sondern auch die Stadt. „Das wäre ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, wenn hier die Handwerker in ihren Schlag-Cordhosen, Westen und Schlapphüten das Stadtbild beleben würden.“

Es fehle bislang allerdings an einem Koordinator, einer Instanz die sich um Organisation und Logistik kümmere. Vielleicht könne das der zuständige Fachbereich der Stadtverwaltung übernehmen. „Die Schächte der wandernden Handwerker haben ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bereits erklärt: Daran würde es nicht scheitern“, sagt Meier.



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