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Schaumburger Unternehmertag: Hitzemann& Kretschmer klären über Abgaben-Neuerungen auf

Keine Spur vom versprochenen Steuer-Bierdeckel

Bückeburg (bus). Aktuelle Gesetzesänderungen im allgemeinen Steuerrecht sowie Eckpunkte der neuen Erbschafts- und Schenkungssteuer haben im Mittelpunkt des 13. Schaumburger Unternehmenstags ges tanden.

Die vom Beraterbüro Hitzemann& Kretschmer konzipierte Veranstaltung bot im großen Saal des Bückeburger Rathauses außer Faktenfülle und Detailvielfalt auch eine schlichte Erkenntnis über das "Mysterium Steuerrecht". "Es ist komplizierter, Kompliziertes zu vereinfachen als Einfaches zu komplizieren. Aus diesem Grund ist auch nichts schwieriger, als unser Steuerrecht zu vereinfachen", illustrierte Carmen Kretschmer eines der Urübel des Abgabewesens. "Der versprochene Bierdeckel ist jedenfalls noch lange nicht in Aussicht", spielte die Expertin auf eine dereinst von CDU-MdB Friedrich Merz in Aussicht gestellte Radikalreduzierung an. Dessen ungeachtet käme Deutschland durchaus der Status eines Steuerparadieses zu - "die Steuern gedeihen ohne Ende." Ebenfalls auf der amüsanten Seite des Abends punktete Gebhard Hitzemann, der von einem Herrn "Postwinkel" zu berichten wusste. Diesem sei an einem helvetischen Bankschalter auf die verstohlen vorgetragene Frage nach einer Anlagemöglichkeit in Höhe von drei Millionen Euro geantwortet worden: "Armut ist bei uns keine Schande." Im ernsthaften Teil klärten Kretschmer und Hitzemann vor allen Dingen über Neuerungen hinsichtlich der sogenannten Reichensteuer, der Gewerbesteuer, des Investitionsabzugsbetrags und der Buchführungspflichtgrenzen auf. Themen waren auch "geringwertige Wirtschaftsgüter" (nur noch sofort abschreibbar, wenn die Anschaffungskosten maximal 150 Euro betragen), "degressive Abschreibung" (wurde ersatzlos gestrichen) und "Gewinnthesaurierung" (im Bereich von Einzelunternehmen und Personengesellschaften wird eine Steuerbegünstigung für nicht entnommene Gewinne eingeführt). Bei der Vorstellung der Erbschafts- und Schenkungssteuereckpunkte blieben die Fachleute naturgemäß einigermaßen im Vagen - das Paragrafenwerk, das vermutlich im zweiten Quartal 2008 in Kraft treten soll, befindet sich derzeit noch in der Beratung. "Änderungen sind im Gespräch", teilte Hitzemann mit und "es sieht gut aus, dass sie kommen". Kurzfazit: Zwischen Freibeträgen, Steuerbilanzwerten, Abschmelzungsmodellen und Verkehrswerten erscheint eine kompetente fachliche Beratung unerlässlich. "Die Materie ist unheimlich schwierig, aber Sie müssen sich nicht alles merken", erklärte Kretschmer. "Sie haben ja uns als Berater."




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